04:53 27 November 2020
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    Fachleute der University of British Columbia (Kanada) haben einen Zusammenhang zwischen Hyperinsulinismus – einem hohen Insulinspiegel im Blut – und Krebs ermittelt. Die Bauchspeicheldrüse soll dabei ganz besonders leiden, da sie zu viel Insulin über einen langen Zeitraum produziert und sich daher schneller „abnutzt“.

    Wie das Fachportal „MedicalXpress“ berichtet, sei der Zusammenhang zwischen Onkologie und Hyperinsulinismus bei verschiedenen Krebsarten, darunter dem Brustkrebs, ermittelt worden. Doch laut den Experten wirkt sich der hohe Insulinspiegel am negativsten auf die Bauchspeicheldrüse aus.

    So soll ein einjähriges Experiment mit Mäusen gezeigt haben, dass die Nagetiere mit einem niedrigeren Insulinspiegel vor dem Auftreten des Bauchspeicheldrüsenkrebses geschützt waren. Die Ergebnisse der Versuche dürften die Qualität der Diagnose in der Onkologie verbessern, so die Forscher.

    „Wir sehen keinen Grund, warum dies nicht auf andere Krebsarten ausgeweitet werden könnte“, fügte der Wissenschaftler Janel Kopp hinzu. Zudem merkte er an, dass das Experiment mit den Mäusen auch für den Menschen relevant sei, da bei den Nagetieren dieselben Mutationen verwendet worden seien, welche bei 90 Prozent der Fälle vom Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Menschen zu beobachten seien.

    pd/sb

     

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    Tags:
    Forscher, Insulin, Krebs