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    Forschung (Symbolbild)

    Forscher klären auf, welche Menschen krebsveranlagt sind

    CC0 / Pixabay/Konstantin Kolosov
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    Wissenschaftler am Dana–Farber Cancer Institute in Boston (USA) haben eine selten vorkommende ererbte Genmutation identifiziert, die zur Entwicklung onkologischer Erkrankungen führt, berichtet das Fachportal Medical Xpress.

    Im Rahmen einer Studie wurde eine Familie beobachtet, deren fünf Mitglieder an Pankreaskarzinom und drei weitere an anderen Krebsarten litten. Die DNA-Sequenzierung hat es den Fachleuten ermöglicht, sowohl bei den krebskranken als auch bei den krebsfreien Testpersonen eine Mutation im RABL3-Gen festzustellen. 

    Nach Vermutung der Studienautoren löst die genannte Mutation eine Veranlagung zu Pankreaskarzinom aus. Die Hypothese wurde an einer großen Population von Zebrafischen überprüft. Das Ergebnis hat bestätigt, dass die Mutation im RABL-Gen Krebszellen verstärkt wachsen lässt.

    Die Autoren heben hervor, dass die genannte Mutation durch keine „somatischen“ Veränderungen im Leben eines Organismus provoziert werde, sondern von angeborenem Charakter sei. Die Forscher haben auch festgestellt, dass die Modifizierung des RABL-Gens die Bewegung des mit der Entwicklung von Pankreaskarzinom verbundenen KRAS-Proteins beschleunigt und diesem zum Eindringen in eine Zellmembran verhilft.

    Die Studienautoren unterstreichen zugleich, dass die Mutation des RABL3-Gens nur selten vorkommt. Trotzdem wird allen Patienten, bei deren Angehörigen onkologische Erkrankungen diagnostiziert wurden, ein regelmäßiges Screening empfohlen.

    ls/mt

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    MedicalXpress, USA