23:05 20 November 2019
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    Mysteriöse Radiosignale aus fernem Weltraum abgefangen

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    Astronomen haben acht sich wiederholende Radiosignale registriert, die als schnelle Radioblitze (Fast Radio Bursts/FRB) bekannt sind. Ihr Ursprung ist noch unbekannt. Die Wissenschaftler sind sich dabei sicher, dass es sich um eine Naturerscheinung handelt.

    Wie das Fachportal Science Alert berichtet, haben zwei Blitzquellen – FRB 180916 und FRB 181119 – mehr als zweimal (zehn bzw. drei Mal) Radiosignale gesendet. Die anderen Quellen sendeten je ein Signal. Die längste Pause zwischen den Strahlungsausbrüchen dauerte 20 Stunden. Dies kann nach Meinung der Forscher darauf hindeuten, dass viele FRB sich wiederholen würden und manche davon intensiver seien als andere.

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    © Foto : Bill Saxton, NRAO/AUI/NSF; Hubble Legacy Archive, ESA, NASA

    Bei den meisten der acht neuen schnellen Radioblitze war die Frequenz mit jedem neuen Ausbruch immer schwächer, was Aufschluss über ihren Entstehungsmechanismus geben könnte. Außerdem weist FRB 179916 die niedrigsten Dispersionswerte auf, die von einer relativen Nähe zur Erde zeugen. Dieser Umstand kann auch dazu verhelfen, die Natur eines Radioblitzes zu erkennen.

    Ein solcher Ausbruch der Radiostrahlung dauert wenige Millisekunden, wobei eine riesige Menge Energie freigesetzt wird. Nach Vermutung einiger Wissenschaftler können die Radioblitze von katastrophalen Ereignissen, so beispielswiese vom Sternentod, verursacht werden. Dabei wiederholen sich einige Funkimpulse. So hat die Quelle FRB 121102, die als ein Neutronenstern gilt, in den Jahren 2012 sowie im Zeitraum von 2015 bis 2017 Radiosignale gesendet.

    ls/mt

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    Tags:
    US-Fachblatt "Science Alert", Weltraum