11:36 26 September 2020
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    Der Planetenforscher Alexander Nemchin hat bei der Untersuchung von Mondgestein nachgewiesen, dass ein Stück davon irdischer Herkunft ist. Dieser Stein sei vor etwa vier Milliarden Jahren von der Erde auf den Mond gelangt, behauptet der Geologieprofessor an der westaustralischen Curtin-Universität in Perth.

    Es handelt sich um ein Stück jenes Gesteins, das die US-Mission Apollo-14 im Jahr 1971 vom Mond zur Erde gebracht hat, schreibt das Portal Phys.org. Forschungen ergaben, dass die Struktur des Steines jener von Granit äußerst ähnlich ist.

    „Granit kommt selten auf dem Mond, dafür reichlich auf der Erde vor. Zudem enthält das 1,8-Gramm-Steinchen etwas Quarz sowie Zirkonium in Mengen, die bislang in keinem uns bekannten Mondgestein nachgewiesen wurden“, behauptet Nemchin.

    Dieses Stück sehe im Vergleich zu den restlichen 400 Kilogramm Mondgestein, das bislang untersucht wurde, komplett anders aus. Seine chemische Zusammensetzung spreche nicht für eine Mond-Herkunft. Eher erinnere es an irdisches Urgestein mit einem Alter von etwa vier Milliarden Jahren.

    Mondgestein auf der Erde entdeckt

    „Wir entdecken Mond-Meteoriten auf der Erde. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass beide Himmelskörper Meteoriten ausgetauscht haben sollen.“ Er sei sicher, dass es einen solchen Austausch gegeben hatte, sagt der Wissenschaftler.

    „Das ist umso wahrscheinlicher, als die Entfernung zwischen Mond und Erde vor vier Milliarden Jahren deutlich geringer war. Damals hätte der Austausch von Meteoriten intensiverer sein können als heute“, heißt es in dem Beitrag.

    Schleudert Meteoriteinschlag Erdgestein zum Mond?

    Auf die Herkunft des von ihm untersuchten Steinchens eingehend, äußerte Nemchin die Vermutung, dass es nach dem Einschlag eines Meteoriten auf der Erdoberfläche durch die Wucht der Explosion auf den Mond geschleudert worden sein könnte.

    am/ae

     

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    Tags:
    Nachweis, Wissenschaftler, Herkunft, Erde, Mondgestein