08:04 18 November 2019
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    Nervenzelle (Symbolbild)

    Studie: Daran erinnern sich Frauen besser als Männer

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    Forscher vom schwedischen Karolinska Institutet haben Gender-Unterschiede bei der Arbeitsweise des menschlichen Gedächtnisses untersucht und festgestellt: Frauen merken sich bestimmte Informationen besser als Männer. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Psychological Bulletin“ sowie auf der offiziellen Seite des Instituts veröffentlicht.

    Die Wissenschaftler Agneta Herlitz, Jonas Rafi, Nadja Högman und Martin Asperholm beschäftigten sich mit dem episodischen Gedächtnis. Seine Prozesse sind verantwortlich für das Enkodieren, Speichern und Abrufen von spezifischen Episoden mit Ketten von Ereignissen, die Menschen in ihrem Leben erfahren haben.

    Das Forscherteam wertete 617 Studien aus den Jahren 1973 bis 2013 aus, an denen rund 1,2 Millionen Probanden teilnahmen. Die Recherche ergab, dass Frauen ein besseres episodisches Gedächtnis als Männer haben.

    Laut den Untersuchungen können Frauen sich besser an Gespräche und ihre Inhalte oder Texte sowie an Gesichter und Gerüche erinnern. Darüber hinaus konnten die weiblichen Studie-Teilnehmer sich in der Regel besser einprägen, wo sich bestimmte Gegenstände befinden.

    Die männlichen Probanden hatten dafür einen Vorteil beim Lösen räumlicher Aufgaben. Sie konnten beispielweise besser Rückwege von einem Standort zu einem anderen rekonstruieren. Außerdem erinnerten sich Männer besser an abstrakte Bilder.

    Die Unterschiede beim Gedächtnis waren nicht groß. Die Studie wirft aber neue Fragen über kognitive Verschiedenheiten zwischen den zwei Geschlechtern im Alltag auf, schreibt das Karolinska Institutet.

    mo/gs

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    Schweden