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16:32 20 September 2019
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    Ein Foto vom Monster von Loch Ness (Archiv)

    Geheimnis von „Nessie“ endlich gelüftet? – Die „Loch Ness Hunters“ decken auf

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    Ein Forscherteam hat letztes Jahr mehrere Millionen DNS-Proben dem Loch Ness entnommen, um den wohl größten schottischen Mythos nachzuweisen: Die Existenz des Monsters „Nessie“. Am Donnerstag veröffentlichten sie endlich die Ergebnisse und ihre Theorie über das mystische Ungeheuer.

    Am Donnerstagmorgen war es soweit. Die Gruppe der „Loch Ness Hunters“ veröffentlichte die lang erwarteten Resultate ihrer Forschungen zum Loch Ness in Schottland. Ziel der aufwendigen Untersuchung war es, die Existenz eines der bekanntesten Monster der Welt zu prüfen: Dem Monster von Loch Ness, auch bekannt unter dem Spitznamen Nessie. Die Studie wurde durchgeführt vom Professor der Universität Otago, Neil Gemmel. Insgesamt wurden 250 Proben aus dem See und drei anderen Gewässern in der Umgebung entnommen. Die DNS von jeder Probe wurde eingekapselt, extrahiert und in eine Reihenfolge gebracht. Dieser Vorgang gab dem Team aus Forschern über 500 Millionen Sequenzen, die sie mit der globalen DNS-Datenbank verglichen.

    Was ist Nessie denn nun?

    Vielen Legenden und Mythen zufolge soll Nessie ein prähistorischer Plesiosaurier sein. Mit dem langen Hals erinnern die Wasserdinosaurier an das Aussehen so mancher Fotos, die Nessie abbilden. Solche DNS-Spuren fanden die Forscher jedoch nicht. Es sollen auch keine Spuren von Wels-artigen Fischen, Haien oder Stören gefunden worden sein. Was also sind die Theorien der „Loch Ness Hunters“?

    Tatsächlich hat das Forscherteam eine große Anzahl von Aal-DNS gefunden. So jetzt auch die Theorie: In den veröffentlichten Resultaten sehen sie die Möglichkeit, dass „Nessie“ ein riesiger Aal sein könnte, als die wahrscheinlichste aller Erklärungen für das Phänomen an. Auch Einheimische bestätigen, größere Aale in dieser Gegend schon häufiger gesichtet zu haben, was für die Theorie spricht. Die benutzte Technologie sagt jedoch nur etwas über die DNS verschiedener Arten aus und nicht über ihre Größe. Deswegen sei die Theorie noch nicht beweisbar.

    Biodiversität am Loch Ness

    Es war nicht das einzige Ziel der Forschung, die Existenz von Nessie zu widerlegen oder zu beweisen. Durch die vielen Proben zeichnete sich auch ein klares Bild der Biodiversität des Loch Ness ab. So gab es auch einige interessante Neuentdeckungen von Spezies. Die Wissenschaftler fanden zum einen DNS vom Buckellachs, der eine „eingedrungene“ Art ist für den schottischen See. Zudem wurden Spuren eines Bakteriums gefunden, dass bisher nur im Salzwasser bekannt war. Die Forscher gaben auch bekannt, dass sie noch nicht alle Ergebnisse ausgewertet haben und sicher noch weitere interessante Resultate erhalten werden.

    Sie geben aber auch den Nessie-Glaubenden Hoffnung: Vieles könnte dazu führen, dass die Resultate nicht ganz korrekt sind. Wenn sie beispielsweise an den falschen Stellen Proben entnommen hätten oder aber die DNS nicht mit den bisher bekannten übereingestimmt haben. In den Resultaten schließen sie also ab mit dem Satz: „Zu beweisen, dass etwas nicht existiert, ist so ziemlich unmöglich.“

    lm

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    Tags:
    DNA, Forscher, Ungeheuer von Loch Ness, Schottland