16:03 21 Januar 2020
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    Russische Chemiker haben gemeinsam mit ihren Kollegen aus westlichen Universitäten bei einer Reihe von Antikrebsmedikamenten nach eigenen Angaben einen überraschenden Nebeneffekt entdeckt: Die Wirkstoffe können auch das Aids-Virus neutralisieren - auf eine ungewöhnliche Weise.

    Neue Klassen von heterocyclischen Verbindungen seien als antivirale Wirkstoffe entdeckt worden, die bei verschiedenen Viruserkrankungen mit ähnlicher Wirkung eingesetzt werden könnten, teilte die Staatliche Universität Südural mit.

    „Die Wichtigkeit der Forschungsergebnisse besteht eben darin, dass dieselben Präparate bei verschiedenen Arten von Krankheiten (Krebs, HIV usw.) verwendet werden können“.

    Laut Dr. Professor Oleg Rakitin vom Forschungsteam wurde unter anderem eine antivirale organische Verbindungen untersucht, die, nachdem sie in den Körper gelangt ist, aus dem Virusmolekül das Zinkatom herausnimmt und so das Virus neutralisiert

    Diese Wirkung wurde laut Rakitin fast zufällig entdeckt:

    Wir haben zunächst die Antikrebsaktivität dieser Verbindungsklasse untersucht, aber es stellte sich dann plötzlich heraus, dass solche Verbindungen auch eine hohe selektive Aktivität gegen das Immundefizienz-Virus der Katzen aufweisen, das dem humanen Immundefizienz-Virus am stärksten ähnelt."

    Darüber hinaus seien Wirkstoffe entdeckt worden, die trotz ihrer hohen antiviralen Aktivität die gesunden Körperzellen nicht „vergiften“, hieß es. An den Studien sind neben der Universität Südural das russische Selinski-Institut für organische Chemie, die Universität Zürich, das University College London, die University of North Carolina und die Universität Ostfinnland beteiligt.

    sp/tm

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