00:06 18 November 2019
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    Eis (Symbolbild)

    Verschollene Höhle in der Antarktis wiederentdeckt

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    Die Teilnehmer der 24. ukrainischen Expedition in die Antarktis haben eine verschollene Eishöhle mit zwei unterirdischen Seen und einem Fluss wiederentdeckt. Dies berichtet der Pressedienst des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft.

    Die Höhle auf der Galíndez-Insel, wo die ukrainische Wernadski-Forschungsstation liegt, wurde schon im Rahmen der früheren Expeditionen in der Antarktis entdeckt.

    „Der Eingang war vom Ufer der Insel gegenüber der Station, unter der Spitze des Gletschers. Es stellte sich allerdings heraus, dass dieser Gletscher vor einigen Jahren in den Ozean abgerutscht und den Eingang versperrte“, hieß es im Ministerium.

    Der Leiter der Expedition Igor Dikij gibt zu, dass es nicht einfach war, die Höhle zu finden.

    „Wir unternahmen einige Fehlversuche den Eingang zu finden, er liegt nahe der ‚Penola Straße‘ (Anm. d. Red.: Penola Straße oder Penola Strait ist eine Meerenge, die die Festlandküste von den Argentinischen Inseln, der Petermann-Insel und der Krogmanninsel trennt). Aber im Gletscher seitens des alten britischen Basis-Museum, das Wordie-Haus (Anm. d. Red.: das Wordie-Haus war eine frühere britische Forschungsbasis, das nun als ein Museum dient) hatten wir Glück: wir fanden den Eingang in die verschollene Höhle.“

    Die Gesamtbreite der dreistöckigen Höhle beträgt rund 200 Meter. In der Höhle befinden sich ein subglazialer Fluss und zwei Seen. Außerdem fanden die Forscher eine Vogelfeder, die „sicherlich keinem Pinguin gehört“. Einige Stichproben sind schon in die Ukraine geschickt worden.

    Die Wernadski-Station arbeitet seit dem Jahr 1996. Ursprünglich wurde sie im Jahr 1953 auf der Galíndez-Insel von britischen Forschern gebaut und bekam den Namen „Faraday“. Später wurde die Station an die Ukraine im Jahr 1996 übergeben.

    dg/tm

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    Tags:
    Ukraine, Antarktis, Höhle