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20:58 18 Oktober 2019
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    Hand (Symbolbild)

    Chinesische Forscher identifizieren Menschen an Venenmuster

    CC0 / Free-Photos / Pixabay
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    Chinesische Wissenschaftler haben eine Technologie entwickeln, mit der der Mensch nach dem Venenmuster auf seinen Händen via künstliche Intelligenz identifiziert werden kann. Die Technologie nennt sich AirWave.

    Der Generaldirektor der Entwicklerfirma, Xie Qinglu, erzählte im Interview mit Sputnik, dass Venen ein neuer Typ von Ausweis sein und Pass, Kreditkarte, QR-Codes und andere Dokumente ersetzen können.

    Bislang ist die Technologie neu und noch nicht verbreitet. Allerdings ist es nach Angaben des chinesischen Entwicklers nur noch eine Frage der Zeit.

    „Jede Neuheit muss anerkannt, popularisiert und angenommen werden, genau wie das mit dem QR-Code der Fall war. Damals erwartete niemand, dass er so populär wird. Ich hoffe, dass unsere Technologie von der Öffentlichkeit in kurzer Zeit anerkannt und umfassend eingesetzt werden wird, wobei alle Aspekte des Lebens erfasst sein werden“, so Qinglu.

    Bislang wird die Technologie nur in High-Tech-Parks in Guangzhou eingesetzt, doch die Firma schließt bereits Verträge mit anderen Städten und Regionen. Das Endziel der Implementierung dieser Technologie ist es, unseren Körper zum wichtigsten Identifikationsmerkmal zu machen. Damit muss man nicht mehr einen Ausweis bei sich haben.

    „Das Wesen der AirWave-Technologie besteht darin, dass wir via Technologie bzw. FVR-Scannen Informationen des Venensystems der Hand codieren. Der erhaltene Code wird eine Art neuer ID sein. Er wird Ausweise, Führerscheine, Verkehrstickets, Kreditkarten, Rabatt-Karten ersetzen.“

    AirWave hat bereits ein eigenes Zahlungssystem auf die Beine gestellt. Die Nutzer laden einfach die App „Cactus“ runter und laden ihren Account via AirWave-Terminal zum Einkauf auf. Zudem will die Firma die Hand mit der Kreditkarte verbinden – bzw. mit dem persönlichen Konto.

    Laut dem Entwickler kann die Technologie fast nicht gehackt werden - im Unterschied zu Face-ID bzw. Fingerscanner. Das ist nicht nur mit der einzigartigen Venenstruktur jedes Menschen, sondern auch damit verbunden, dass Venen im Unterschied zum Gesicht nicht auf der Straße gescannt werden können. Zudem bestehen noch keine Technologien, die das Nachahmen des Venenmusters ermöglichen.

    „Im Unterschied zu den Gesichtserkennungstechnologien scannt AirWave die inneren Organe, was verdeckt und nicht gesehen werden kann. Deswegen kann das auch nicht kopiert werden. Das FVR-System ist mehr geschützt und personenbezogen. Zudem befindet sich auf einer zehn Quadratmillimeter großen und zwei Zentimeter dicken Handfläche ein einmaliges vernetztes System von Gefäßen und Kapillaren.“

    Bislang ist unklar, wie sich das AirWave in der Zukunft zeigen wird, doch schon jetzt kann dieses ambitionierte Projekt  unsere Vorstellung von Datenspeicherung und Informationssicherheit ändern.

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    Tags:
    Guangzhou, Hightech, Erfinder, Erfindung, Venen, Hand, Identifizierung, China