14:02 14 Dezember 2019
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    Asteroiden als Sprungbrett der Menschheit ins Weltall? Forscher haben große Pläne

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    Asteroiden gelten generell eher als gefährliche Brocken im Weltall, die durch ihre Geschwindigkeit und ihre Masse eine ernsthafte Gefahr für die Menschheit bringen könnten. Doch die Asteroiden könnten auch ein Segen für unsere Spezies sein – denn womöglich könnten sie die interstellare Raumfahrt erst ermöglichen.

    Bereits seit einiger Zeit erwägen Forscher und Unternehmen die Möglichkeit, auf dem Mond Raketentreibstoff abzubauen, um interstellare Raumschiffe für längere Reisen bereit zu machen.

    Dieser Schritt könnte notwendig sein, um Reisen beispielsweise zum Mars kostengünstiger zu machen und sie somit „wie am Fließband“ zu unternehmen. Doch das Vorhaben könnte eindeutig auch auf Asteroiden funktionieren – möglicherweise vielleicht noch viel besser.

    Wie Forscher der Johns Hopkins University in Maryland festgestellt haben, gibt es um unsere Erde herum in relativ erreichbarer Nähe etwa 1.000 Asteroiden, auf denen es auch Wasser gibt. Auf 25 dieser Himmelsobjekte könnten die Wassermengen gar sehr bedeutsam sein.

    Mit diesem Wasser ließe sich nun nicht nur Raketentreibstoff produzieren, sondern man könnte etwa auch Satelliten „auftanken“ und ihre Lebensdauer damit verlängern, heißt es auf der US-Website Space.com.

    Auch weitere Vorteile der Ressourcengewinnung auf Asteroiden gebe es. Zum einen befinden sich die Asteroiden teilweise viel näher an der Erde als der Mond, zum anderen haben sie eine so geringe Gravitation, dass das Landen und Starten dort viel einfach wäre und weniger Treibstoff erfordern würde.

    Wissenschaftler tüfteln daher bereits an Szenarien, wie sich diese Vision vom umfangreichen Ressourcenabbau auf Asteroiden verwirklichen ließe. Sollte dies gelingen, hätte die Menschheit zum einen ab dann eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Ressourcen. Zum anderen ließen sich diese kosmischen Brocken als eine Art Zwischenstopps für längere Reisen nutzen.

    Mindestens ein offensichtlicher Nachteil existiert aber auch. Der Mond ist immer da und nah dran, die Asteroiden rasen indes mit einer gewaltigen Geschwindigkeit an der Erde vorbei. Das könnte die Ressourcengewinnung auf ihnen extrem erschweren.

    Und selbst wenn sich diese technische Herausforderung lösen ließe, konkrete Zeitrahmen für die erste Treibstoffgewinnung auf Asteroiden gibt es derzeit noch nicht einmal im Ansatz.

    ng/mt/

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    Tags:
    Weltraumschiff, Weltraumfahrt, Weltraummüll, Weltraum, Abbau, Naturressourcen, Ressourcen, Asteroiden, Asteroid