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06:29 22 Oktober 2019
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    Der Welt könnte bald eine lebenswichtige Ressource ausgehen

    © Foto: Roskosmos / Anton Shkaplerov
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    Die Aufmerksamkeit der ganzen Welt wird der globalen Erwärmung, dem Verlust von Wäldern, Wasser und vielem anderen geschenkt. Doch laut „Science Alert“ gibt es eine andere Gefahr, die die Mehrheit nicht einmal ahnt. Sollte die Welt sie auch weiter ignorieren, kann dies zu einer globalen Katastrophe für die nächsten Generationen führen.

    Dem Bericht zufolge, geht es um den Phosphor, der ein essentieller Mineralstoff für alle Pflanzen und Tiere auf der Erde ist, auch für den Menschen. Diese grundlegende Ressource ist ein Baustein für die DNA und ermöglicht es lebenden Zellen, Energie zu übertragen. Phosphor wird auch in der Industrie und Landwirtschaft gebraucht.

    Das Problem ist, dass Phosphor kein erneuerbares Element ist, derzeit keine Ersatzstoffe bekannt sind und es nur sehr wenige Gebiete gibt, in denen Apatite und Phosphorite gewonnen werden. Die Vorräte dieses Rohstoffes verschwinden allmählich bei stetig wachsendem Bedarf.

    Eine Gruppe aus 40 internationalen Experten hat nun gewarnt, dass die Phosphorvorräte bald erschöpft sein würden, wenn keine Schritte unternommen würden, um dieses wichtige Element zu erhalten. Die Studie der Forscher ist im Fachmagazin „Environmental Science & Technology“ veröffentlicht worden.

    Allein in den letzten 50 Jahren hat sich der Produktionsumfang bei Phosphordünger verfünffacht, und mit dem anhaltenden Bevölkerungsboom wird erwartet, dass sich die Nachfrage bis 2050 verdoppelt.

    Die Phosphorkrise wird somit zu einer realen Gefahr, auf die die Welt völlig unvorbereitet sei, behaupten die Experten. Nach ihren Worten gebe es keine internationalen regulatorischen Dokumente, die eine übermäßige Förderung des Minerals einschränken könnten.

    Bei dem heutigen Umfang des Verbrauchs werden die bekannten Phosphorvorräte auf der Erde bereits in 40 bis 80 Jahren erschöpft sein, betonen die Wissenschaftler. Laut vorsichtigen Einschätzungen wird Phosphor auf dem Planeten in 400 Jahren zu Ende sein.

    Ein Schlüssel zur Lösung der Krise könnte die Reduzierung des Verbrauchs und die Suche nach besseren Wegen zur Gewinnung von Phosphor sein, wie die Forscher betonen. Am meisten betreffe das die Entwicklungsländer. Noch vor 30 Jahren waren die USA der führende Phosphorproduzent, und aktuell entfallen 45 Prozent seines Weltverbrauchs auf Indien und China.

    Die Nachfrage nach Phosphor wächst ständig, doch seine Verbrauchskultur hat sich nicht verändert. So gelangen die phosphathaltigen Mineraldünger von den Feldern in die Flüsse, dann in die Seen und Ozeane und fördern somit deren Versäuerung und den Tod der Meereslebewesen. Doch wenn Systeme für die Rezirkulation gebaut werden würden, dann könnte ein und derselbe Phosphor bis zu 46 Mal verwendet werden, so die Wissenschaftler.

    ek/mt

     

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    Tags:
    Verbraucher, verschwinden, DNA, US-Fachblatt "Science Alert", Mineralressourcen, Phosphor