04:05 22 Oktober 2020
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    Forscher sind in Thailand auf Fossilien einer neuen Dinosaurierart gestoßen, die „haiähnliche“ Zähne besessen hat. Dies berichtet das US-amerikanische Wissenschaftsmagazin „Smithsonian“.

    Am 9. Oktober fand ein Forscherteam unter der Leitung der Paläontologin Duangsuda Chokchaloemwong in Thailand Fossilien vor, die anfangs keiner Dinosaurierart zugeordnet werden konnte. Sie wurden in 115 Millionen Jahre alten Gesteinen in der Nähe des thailändischen Landkreises Bang Saphan entdeckt.

    „Wir wussten vom ersten Material an, dass es sich um ein wichtiges Exemplar handelt“, sagte Chokchaloemwong.
    Bei den entdeckten Knochen des Dinosauriers handelt es sich unter anderem um Teile des Rückens, der Hüfte, der Füße, der Hände und des Schädels. Außerdem wurden viele Zähne eines Carcharodontosaurus in der Nähe aufgefunden.

    Die neue Dinosaurierart wurde Siamraptor getauft. Der Raptor war ein Fleischfresser und ein Spitzenprädator, wo es andere Dinosaurier, zum Beispiel die Tyrannosauren, nicht schafften, ihr Gebiet zu sichern.

    Der Siamraptor hatte interessante Verwandte. Einige Repräsentanten der Carcharodontosauridae hatten zum Beispiel komische Merkmale am Rücken, wie der Acrocanthosaurus. Andere, wie der Giganotosaurus, konnten in manchen Fällen größer und länger als der berühmte Tyrannosaurus Rex werden.

    Der Siamraptor unterschied sich ferner von anderen Dinosauriern darin, wie er seine Beute verzehrte. Der Tyrannosaurus, zum Beispiel, konnte mit einem Biss Knochen zermalmen und Muskel aus dem Skelett reißen, während die haifischähnlichen Zähne des Siamraptor dazu dienten, große Mengen an Fleisch ohne Knochen zu fressen.

    Der Fund ist ziemlich wichtig für Forscher weltweit, da der Siamraptor als der erste und älteste Dinosaurier seiner Familie in Südostasien gefunden wurde, was wiederrum zeigt, dass sich diese Art schon während der früheren Kreidezeit auf verschiedenen alten Kontinenten verbreitete.

    ​„Von Thailand durch Chile bis zum US-Bundesstaat Washington“, sagte Thomas Holtz Jr., der Paläontologe von der University of Maryland, College Park, „eröffnet sich uns ein ständig wachsendes Bild von der Vielfalt der Dinosaurierwelt.“  

    dg/ae

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