20:18 14 November 2019
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    Ein kahlköpfiger Mann (Symbolbild)

    Achtung Glatze: Schlechte Luft macht auch Haaren den Garaus – Studie

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Forscher konnten in einer Studie nachweisen, dass ein Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung – vor allem durch Feinstaub – und Haarverlust besteht, berichtet „Der Standard“.

    Die Resultate wurden bei dem Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) am 9. Oktober präsentiert.

    Wissenschaftler vom „Future Science Research Centre“ in Südkorea fanden heraus, dass Feinstaubbelastung neben Herz-und Lungenerkrankungen auch Haarausfall mit sich bringen kann.

    Für die Untersuchung entnahmen die Forscher Zellen von der Kopfhaut  und setzten sie verschiedenen Feinstaubkonzentrationen aus. Wie sie herausgefunden haben, sank die Konzentration des β-Catenin-Proteins, das für Haarwachstum verantwortlich ist, infolge in den Kopfzellen.

    Auch andere Proteine, die für Haarwuchs und den Haarerhalt verantwortlich sind, waren von Feinstaub und Dieselpartikel betroffen. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler – die Menge der Proteine änderte sich umgekehrt proportional zur Menge der Schadstoffe. Das bedeutet, je mehr Schadstoffe, desto weniger Proteine in der Kopfhaut.

    „Obwohl der Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und schweren Krankheiten wie Krebs, COPD (Chronische obstruktive Lungenerkrankung – Anm. d. Red.) und CVD (Herz-Kreislauf-Erkrankung – Anm. d. Red.) weithin bekannt ist, gibt es wenig bis gar keine Forschung über die Auswirkungen einer besonderen Stoffbelastung auf die menschliche Haut und insbesondere das Haar“, so der führende Forscher der Studie, Hyuk Chul Kwon.

    Feinstaub, also eine Mischung aus festen Partikeln und Tropfen in der Luft, wird in zwei Kategorien geteilt: PM 10 und PM 2,5. PM 2,5 sind Teilchen mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometer und weniger, während PM 10 einen Durchmesser von 10 Mikrometer oder weniger aufweisen. Sie werden oft mit schweren gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht. Jährlich sterben geschätzt rund 4,2 Millionen Menschen durch Luftverschmutzung.

    Feinstaub entsteht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, inklusive Benzin und Diesel und durch industrielle Arbeiten wie Bergbau und Herstellung von Ziegeln.

    Im Jahr 2017 hatten britische Forscher des Zentrums für Kognitives Altern und Epidemien herausgefunden, dass die Gene der Mutter für Haarausfall verantwortlich sein könnten. In der Untersuchung für diese Theorie nahmen mehr als 52.000 Männer im Alter zwischen 40 und 69 Jahren teil.

    dg/ae

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    Tags:
    Feinstaub, Luftverschmutzung, Haarausfall, Glatze