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18:11 12 November 2019
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    Universum (Symbolbild)

    Russisch-deutsches Observatorium „Spektr-RG“ kartographiert Kosmos

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    Das russisch-deutsche Observatorium “Spektr-RG“ soll das gesamte Universum kartographieren und hat bereits zwei Prozent des Himmels erfasst. Das bestätigte der Forschungsleiter des russischen Teils der Mission und Chef des Bereichs Hochenergie-Astrophysik am Institut für Weltraumforschungen, Michail Pawlinski, gegenüber Sputnik.

    Das astrophysikalische Observatorium war im Juli ins All befördert worden und hatte am 21. Oktober seinen Beobachtungsposten erreicht, der 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist.

    „Das wissenschaftliche Programm läuft schon. Wir haben es im August gestartet. Mit Hilfe des russischen Teleskopes ART-XC sind bis jetzt mehrere Dutzend Bereiche des Kosmos und Hunderte Quellen erforscht worden. Es wurden Pulsare, die Ausbrüche von Supernovas, außergalaktische Objekte, die Andromeda-Galaxie und die Kleine Magellansche Wolke beobachtet. Unsere deutschen Kollegen haben das Teleskop eROSOTA getestet und nehmen nun ihr Forschungsprogramms in Angriff“, so Pawlinski.

    Ihm zufolge soll das Röntgenteleskop Ende November/Anfang Dezember mit der Himmelsdurchmusterung beginnen. „Mit der kartographischen Darstellung des Universums ist bereits begonnen worden. Wir haben schon zwei Prozent der Karte erstellt… In einem halben Jahr soll der gesamte Himmel vollständig durchmustert sein“, so Pawlinski.

    Das Ziel des Observatoriums „Spektr-RG“ besteht darin, im Laufe von vier Jahren eine detaillierte Karte des Universums anhand von Röntgenaufnahmen zu erstellen. Es sollen insgesamt acht Karten geschaffen werden, die dann zu einer Endfassung zusammengeführt werden. Diese soll im Jahr 2025 fertiggestellt und veröffentlicht werden.

    Das in der Forschungs- und Produktionsvereinigung „Lawotschkin“ gebaute astrophysikalische Observatorium umfasst zwei Teleskope: eROSITA, das im Max Planck Institut für Festkörperforschung entwickelt wurde, und ART-XC, das im russischen Institut für Weltraumforschungen konzipiert und in Gemeinschaft mit dem Gesamtrussischen Forschungsinstitut für experimentelle Physik in Sarow und dem Marshall Space Flight Center in Huntsville (USA) hergestellt wurde.

    Die Röntgenteleskope eignen sich am besten für die Aufnahme von weit entfernten Objekten im Weltall, so von Ansammlungen von Galaxien, aktiven Galaxienkernen, den Resten von Supernovas und Röntgen-Doppelsternen. Denn all die genannten Objekte senden Röntgenstrahlen aus. 

    ls/tm

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    Lawotschkin, Deutschland, Russland