23:58 18 Januar 2020
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    Forscher der russischen Nationalen Kernforschungsuniversität (MEPhi) haben eine Methode entwickelt, mit der der Wechsel des Wärmeabgabe-Betriebs von modernen Kraftwerken prognostiziert werden könnte. Dieses Verfahren könnte die Sicherheit von Kraftwerken wesentlich erhöhen.

    Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „Experimental Heat Transfer“ veröffentlicht.

    Bei der Wärmeabgabe handelt es sich um den Wärmeaustausch zwischen dem Wärmeträger und der erwärmten Oberfläche. Die Effizienz der Wärmeabgabe wird vom Verbrauch, der Temperatur und dem Druck beeinflusst. Die Diagnostizierung der Veränderungsbedingungen des Wärmeabgabe-Betriebs oder des Siedens des Wärmeträgers ist wichtig für die Begründung der Zuverlässigkeit der aktiven Zonen von Leichtwassermeilern.

    Es ist bekannt, dass die wärmephysischen Parameter (Verbrauch, Temperatur, Druck) chaotischen Schwankungen um die Durchschnittskennzahl ausgesetzt sind. Die Änderung der durchschnittlichen Kennzahlen gestattet es, nur den aktuellen Zustand des Systems zu bestimmen.

    Die MEPhi-Experten haben die statistische und die Frequenzanalyse der Schwankungen der gemessenen Parameter kombiniert. Das gab ihnen die Möglichkeit, den Zustand des Systems wie auch die möglichen Übergänge zwischen verschiedenen Wärmeabgabe-Modi nicht nur zu diagnostizieren, sondern auch zu prognostizieren.

    „Die von uns entwickelte Methode wird helfen, das Sieden des Wärmeträgers und die Übergänge zu Modi mit schlechterer Wärmeabgabe vorherzusagen“, sagte der MEPhi-Mitarbeiter Maxim Delow. „Das wird die Betriebssicherheit von Kraftwerken wesentlich erhöhen.“

    Nächste Etappe der Forschungen in dieser Richtung soll die Entwicklung eines automatisierten Systems zur Diagnostizierung bzw. Prognostizierung im Echtzeit-Modus werden.

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    Tags:
    Forschungen, Kraftwerk, Russland