03:45 10 Juli 2020
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    Die Wissenschaftler der Universität Paris-Süd haben die Unmöglichkeit für Bakterien-Leben im äthiopischen Dallol-Tal nachgewiesen. Das macht das Tal zu dem leblosesten Ort auf der Erde, berichtet das Magazin Nature Ecology & Evolution.

    Den Experten zufolge dient das Vorhandensein von Wasser auf der Erdoberfläche normalerweise als Kriterium für die Bewohnbarkeit eines Ortes.

    „Unsere Studie legt jedoch Beweise vor, dass es sterile Orte auf der Erde trotz Wasservorkommen gibt, was zum Teil auf eine große Menge von Magnesiumsalzen zurückzuführen ist“, zitiert das Magazin den Wissenschaftler.

    Laut der Studie ist das Wasser in den Seen dieses Vulkantals sehr salzig und reich an Magnesium, weswegen seine Temperatur 108 Grad Celsius erreichen kann. Unter solchen Bedingungen könne keine lebende Zelle existieren. Dennoch gelang es den Spezialisten, Leben in der Nähe des Tals zu entdecken – dies seien hauptsächlich einzellige Archaeen.

    Das Dallol-Gebiet im Nordosten Äthiopiens gilt als einer der extremsten Orte der Erde und ist für seine „kosmischen“ Landschaften bekannt, die der Oberfläche von Io –dem Satelliten des Jupiters – ähneln. Hier befinden sich auch der Dallol-Vulkan, der große Mengen von Schwefel und Andesit ausspuckt, sowie ein einzigartiges geothermales System. Außerdem sind hier die höchsten durchschnittlichen Jahrestemperaturen der Erde registriert worden.

    aa/mka

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    Tags:
    Wasser, Temperatur, Zellen, Erde, Ort, Äthiopien