19:03 22 Januar 2020
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    Ein Physikstudent der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) in der Schweiz hat ein 100 Jahre altes Rätsel um Luftbläschen gelöst, die in einer engen Glasröhre scheinbar bewegungslos sind und nicht zur Oberfläche aufsteigen. Ein Artikel dazu ist im Fachmagazin „Physical Review Fluids“ veröffentlicht worden.

    Neues Messverfahren hilft beim Enträtseln 

    Demnach hat der Bachelor-Student der Physik, Wassim Dhaouadi, eine Erklärung für das Phänomen gefunden. Dazu habe er erstmals mithilfe eines neuen interferometrischen Messverfahrens den ultradünnen Flüssigkeitsfilm zwischen der Luftblase und der Glaswand des Röhrchens ausgemessen.

    Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Licht auf die Luftblase geschickt wird. Anhand der Interferenz der Reflexionen des Lichts von der Blasenoberfläche und der Innenfläche des Glasrohrs sei es möglich gewesen, die Dicke der Flüssigkeitsschicht zu bestimmen.

    Extrem langsame Bewegung

    Dabei habe sich gezeigt, dass die Luftblase gar nicht, wie bisher angenommen, im Rohr steckenbleibt, sondern nur so langsam aufsteigt, dass dies mit dem Auge nicht erkennbar ist.

    Nun gehen die Forscher davon aus, dass diese Ergebnisse für die Untersuchung von Phänomenen bei der Bewegung von Flüssigkeiten im Nanobereich relevant sein könnten, beispielsweise in biologischen Systemen.

    pd/sb/

     

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    Tags:
    Student, Phänomen, Rätsel, Physik