06:03 24 Januar 2020
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    Der nördliche Magnetpol der Erde wandert deutlich schneller Richtung Sibirien. Das stellten Wissenschaftler des britischen Geologiedienstes fest, berichtet das Portal Science Alert am Mittwoch.

    „Derzeit liegt der nördliche Magnetpol der Erde unter dem Packeis in der kanadischen Arktis. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wandert er in Richtung der Taimyr-Halbinsel im Norden Russlands“, heißt es in der Studie.

    Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA (NOAA) zufolge hat der nördliche Magnetpol seit seiner Entdeckung im Jahr 1831 etwa 2 250 Kilometer zurückgelegt. Der Grund: Schwingungen von geschmolzenem Eisen im Erdkern – dem metallischen Inneren des Planeten.

    Magnetpol legt 55 Kilometer pro Jahr zurück

    Die Polverschiebung war zuerst verhältnismäßig langsam, was es Wissenschaftlern ermöglichte, sie leicht zu verfolgen. Aber in den letzten Jahrzehnten hat sich die Verschiebung auf rund 55 Kilometer pro Jahr beschleunigt.

    „Seit den 1990er Jahren wandert der Pol deutlich schneller als je in den vergangenen 400 Jahren. Wir wissen zu wenig über Änderungen im Erdkern, die diese Verschiebungen verursachen“, sagte der Geomagnetismus-Experte Ciaran Beggan vom britischen Geologiedienst.

    Störungen an Navigationssystemen nicht absehbar

    Die Wissenschaftler beschwichtigen: Die Verschiebung des nördlichen Magnetpols ist bis 2055 genau berechnet. Störungen bei GPS und sonstigen Navigationssystemen seien nicht absehbar.

    Der nördliche oder arktische Magnetpol ist ein Punkt der nördlichen Hemisphäre, an dem die magnetischen Feldlinien des Erdmagnetfelds vertikal zur Erdoberfläche in die Erde eintreten. Der nördliche Magnetpol und der geographische Nordpol liegen an unterschiedlichen Punkten.

    am/

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    Tags:
    Studie, Sibirien, Verschiebung, Wissenschaftler, Großbritannien, Magnetpol