18:40 18 Januar 2020
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    Russland hat am Dienstag den Wettersatelliten „Elektro-L“ mit einer Proton-M-Trägerrakete ins All geschossen. Die Rakete hob pünktlich um 13.05 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab, teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos auf ihrer Homepage mit.

    Nach 9,5 Minuten lösten sich der Raumapparat mit dem Beschleunigungsblock DM-03 von der dritten Raketenstufe ab und nahm Kurs auf eine kreisförmige geostationäre Umlaufbahn mit einer Erdentfernung von 35.786 Kilometern. Dazu werden drei kurzzeitige Schübe des Beschleunigungsblocks notwendig.

    Das war der letzte Start einer Proton-Rakete im scheidenden Jahr.

    Zehnjährige Mission

    Der Satellit mit einem Gewicht von 2.094 Kilogramm soll etwa zehn Jahre im Orbit aktiv sein. Zuvor waren bereits zwei ähnliche Raumapparate gestartet worden. Der erste hob 2011 von Baikonur ab, wurde aber 2016 wegen technischer Probleme ausgemustert. Der zweite Raumapparat wurde 2015 in den Orbit befördert. Die Gruppierung wird 2021 und 2022 noch durch zwei Satelliten ausgebaut.

    Wetterdaten für alle

    Die Apparate der Elektro-Serie werden im Interesse des Wetterdienstes, des Verteidigungsministeriums und einiger anderer Ämter eingesetzt, die auf Wetterdaten angewiesen sind.

    Bis Jahresende ist noch ein Start geplant: Am 27. Dezember soll eine Rockot-Trägerrakete drei Kommunikationssatelliten der „Gonez“-Serie ins All bringen.

    2019 hatte Russland insgesamt 24 Raketen gestartet: 13 von Baikonur, 7 von Plessezk, eine von Wostotschny und 3 von Kourou auf Französisch-Guayana. Mit dem jüngsten Start feiert der Weltraumbahnhof Baikonur ein Jubiläum: Seit dem 4. Oktober 1957 hoben dort 1.500 Raketen ab.

    am/

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    Tags:
    Start, Baikonur, Proton-M, Wettersatellit, Russland