13:22 05 Juli 2020
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    Wissenschaftler von der University of California der US-amerikanischen Stadt Irvine haben ein 3D-Modell des Gemäldes „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci erstellt. Durch die Computersimulation konnten sie das Geheimnis um die Kristallkugel in der linken Hand Christi lüften, berichtete das Technologieportal „MIT Technology Review“.

    Die Kristallkugel auf dem Meisterwerk des italienischen Malers wurde für einige Kunstwissenschaftler zu einem Rätsel. Da es sich um eine Kristallkugel handelte, hätte das Gewand im Spiegelbild eigentlich verzerrt dargestellt sein müssen. Da Vinci hätte diese physische Eigenschaft der Kugel bestimmt beachtet, dachten sich die Kunstwissenschaftler, schließlich war der Maler und Erfinder für seine optischen Experimente bekannt.

    Die Wissenschaftler erstellten deshalb zu Forschungszwecken ein 3D-Modell des Bildes und kamen zu dem Schluss, dass das Objekt auf dem Kunstwerk eigentlich eine Hohlkugel aus Glas mit einem Durchmesser von 6,8 Zentimeter und einer Wandstärke von höchstens 1,3 Millimeter darstellt. Auf dem Gemälde hält Christus zudem die Kugel 25 Zentimeter von seinem Körper entfernt.

    Der Gedanke, dass Jesus Christus auf dem Gemälde von da Vinci eine Hohlkugel hält, ist dabei nicht neu. Walter Isaacson, der Autor einer Biografie über Leonardo da Vinci, bezweifelte schon im Jahr 2017, dass dies ein simpler Fehler von Seiten des weltberühmten Malers gewesen sei. Vielmehr sei dies ein Versuch des Künstlers gewesen, der Kugel „eine übernatürliche Eigenschaft zu verleihen“. Falls Leonardo die Verzerrung tatsächlich so gemalt hätte, wie eine Kristallkugel dies reflektiert, dann würden im Inneren der Kugel ein „reduziertes und umgekehrtes Spiegelbild des Gewandes und der Arme Christi“ schweben.

    Das erstaunliche Leben des „Salvator Mundi“

    Leonardo da Vinci’s Kunstwerk „Salvator Mundi“ hatte lange Zeit als verschollen gegolten. Im Jahr 2017 machte es unglaubliche Schlagzeilen – das Gemälde war für die Rekordsumme von etwa 383,6 Millionen Euro versteigert worden. Damit wurde es nach Angaben des Auktionshauses Christie’s zum teuersten Gemälde in der Geschichte, das jemals versteigert wurde. Es befindet sich derzeit in Privatbesitz.

    dg/gs

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    Tags:
    Rätsel, Gemälde, Salvator Mundi, Leonardo da Vinci