13:31 01 April 2020
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    Seit Oktober wüten in sieben der acht australischen Bundesländer Buschfeuer. Bislang wurden nach Angaben der Tierschutzorganisation (WWF) rund 8,4 Millionen Hektar Land vernichtet. Der australische Sender „ABC“ listet fünf Gründe auf, warum es so schwer sei, die Buschbrände im Land zu beseitigen.

    1. Trockene, wechselhafte Bedingungen. Diese Waldbrandsaison sei von einer Zeit starker Dürre und beispielloser Wetterbedingungen geprägt worden, die vom Klimawandel getrieben worden sei. „Und das heißt, wenn ein Feuer durchbrennt, verliert es keine Energie, wenn es Kraftstoff vor sich selbst entzündet. Es wird immer schneller und immer größer und höher und heißer“, so der erfahrene Feuerwehrmann Brian Williams.
    2. Wasserbomben funktionieren nur in einigen Gebieten. Die Eukalypten seien große, schwere Bäume mit vielen Blättern und vielen Ästen, und das Wasser könne einfach nicht durchdringen. „Wenn das Wasser auf das Laubdach trifft, ist es nur eine sehr, sehr geringe Menge Wasser, die auf den Boden trifft“, sagt Williams.
    3. Feuer mit Feuer bekämpfen: Durch Rückbrand wird eine Flamme größer. Wegen seiner Größe könnte man nicht in das Feuer rein, um die „Rückbrand“-Methode zu verwenden. Sie bestehe darin, die strategischen Stellen um den Weg eines sich nähernden Feuers zu verbrennen, was es dann in einen langsameren und kontrollierbareren Brand verwandelt.
    4. Sicherheit des Feuerwehrpersonals steht an erster Stelle. Viele Brände hätten an Orten gebrannt, an denen entweder Fluchtwege knapp seien, oder in Gebieten mit schwierigem Gelände, in denen das Verletzungsrisiko hoch sei.
    5. Mangel an langfristigen starken Regen. Nur starker, konsistenter Regen werde diese Mega-Brände beenden können. „Wir brauchen nur ein paar Wochen Dauerregen“, sagte der Feuerwehrmann.

    Bislang sind infolge der Buschbrände 28 Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Feuerwehrleute.

    Laut einer Experteneinschätzung kamen mindestens eine Milliarde Säugetiere, Reptilien und Vögel bei den Bränden ums Leben. Seit Beginn der Buschfeuer im Oktober verbrannten in ganz Australien mehr als zehn Millionen Hektar Land, das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Tausende Häuser wurden zerstört.

    aa/mt

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    Tags:
    Dürre, Klimawandel, Gründe, Löschen, Buschbrände, Australien