12:33 29 November 2020
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    Die Europäische Kommission nimmt das Arzneigel Picato ab sofort vom Markt. Das Mittel, das eigentlich Vorstufen von Hautkrebs behandeln sollte, könnte das Risiko des Auftretens von bösartigen Wucherungen der Haut beim Menschen sogar erhöhen, berichtete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

    Das Bundesinstitut verwies auf die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur vom 17. Januar, dass Patienten das Gel mit dem Wirkstoff Ingenolmebutat nicht mehr anwenden sollten. Das Gel wurde zur Behandlung aktinischer Keratosen der Haut (beschädigte Haut, die in eine Form des Hautkrebses übergehen könnte – Anm. d. Red.) verwendet. Die Endergebnisse einer Studie weisen darauf hin, dass nach der Verwendung von Picato im behandelten Bereich ein höheres Hautkrebsrisiko besteht. Daraufhin wurde das Mittel vom Markt genommen.

    Bei Medizinfragen – Arzt fragen

    Das Bundesinstitut hat deshalb angeraten, Picato vorerst nicht mehr zu verwenden. Zudem sollten Patienten beim Auftreten von ungewöhnlichen Hautveränderungen oder -wucherungen umgehend einen Arzt aufsuchen. Falls Sie Fragen dazu haben, sollten Sie mit ihrem Arzt sprechen.

    Inzwischen prüft der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) Daten zu Hautkrebs bei Patienten, die Picato anwenden. Nach dem Abschluss der Überprüfung durch PRAC soll die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) Patienten und Mediziner über aktualisierte Leitlinien in Bezug auf das Gel informieren.

    dg/gs

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    EU-Kommission, EU, EU, Arzneimittel, Arznei