22:14 24 Februar 2020
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    Forscher haben herausgefunden, dass der 60 Meter tiefe Meeresboden vor der Küste der Philippinen wie Champagner sprudelt. Dafür sind große Mengen von Kohlenstoffdioxid verantwortlich, die aus einer geologischen Quelle hervortreten. Die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichten sie im Fachjournal „Geophysical Research Letters“.

    Laut den Ergebnissen der Forscher befindet sich die Region mit dem Namen Soda Springs (wegen der CO2-Emissionen entsprechend benannt) sehr nah an einem Korallenriffsystem. Dies bedeutet, dass der Ort für die Untersuchung der Anpassung der Meeresökosysteme an den Klimawandel hilfreich sein könnte.

    Die Stelle wurde von Cardenas und seinem Team entdeckt, als sie in der Gegend tauchten, um die Auswirkungen des Grundwassers der nahegelegenen Inseln auf die Ökosysteme des Ozeans zu untersuchen. Wie sich herausstellte, ist ein naheliegender Vulkan, der Kohlenstoffdioxid durch Risse im Meeresboden ausstößt, das geologische Ereignis, das die Emissionen verursacht.

    „Diese Umgebungen mit einem hohen CO2-Gehalt, die wirklich in der Nähe von blühenden Riffen liegen – wie funktioniert das?“, sagte Bayani Cardenas, ein Geologe von der University of Texas in der amerikanischen Stadt Austin. „Das Leben dort blüht immer noch, aber vielleicht nicht so, wie wir es gewohnt sind. Sie (die Riffe – Anm. d. Red.) müssen untersucht werden.“

    Höchste CO2-Konzentration in der Welt?

    Soda Springs könnte sich als der Ort mit der höchsten Konzentration von CO2 erweisen, die auf der Erde gefunden wurde. Den Messungen nach war die höchste registrierte Anzahl 95.000 parts per million – damit übersteigt es die atmosphärische Konzentration an Kohlenstoffdioxid um das 200-fache. Wie das Team berichtet, könnte sich die Stelle für die Erforschung der Art und Weise, wie sich das Leben im Meer an höhere CO2-Konzentrationen anpasst, als passend erweisen.

    „Es ist ein bisher nie gesehener Wasserlauf vom Land zum Ozean. Er ist schwer zu erfassen. Es ist nicht wie bei einem Fluss, wo man ein Delta hat und es bemessen kann“, sagte Cardenas. „Diese Studie erweitert unser Wissen darüber, was in diesen Umgebungen geschieht, und hat gezeigt, dass diese Öffnungen die Meerwasserchemie über große Gebiete verändert können.“

    dg/sb

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    Ozean, Philippinen, Boden, Marinetaucher, Taucher