21:51 21 September 2020
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    Eine gute Nachricht für diejenigen, die mit dem Rauchen aufhören wollen, dabei jedoch glauben, es sei sowieso viel zu spät: Laut einer neuen Studie, die im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde, sollen sich die Lungen von Ex-Rauchern auch nach langjährigem Kettenrauchen von selbst wieder erneuern, was das Krebsrisiko sehr nach unten drückt.

    Die Forscher vom britischen Wellcome Sanger Institute haben festgestellt, dass Menschen, die das Rauchen aufgegeben haben, genetisch wesentlich gesündere Lungen haben als Raucher. Mit dem Rauchen aufhören bedeutet laut der Studie weitaus mehr, als einfach weiteren Gesundheitsschäden vorzubeugen.

    Denn nach dem Aufhören würden neue, gesunde Zellen die Schleimhaut unserer Atemwege wiederauffüllen. Diese starke Veränderung im Verhältnis der beschädigten Zellen zu den gesunden könne eine Krebserkrankung verhindern.

    Die wissenschaftliche Studie soll beweisen, dass es sinnvoll ist, das Rauchen in beliebigem Alter aufzugeben. Im Laufe von Untersuchungen haben die Forscher entdeckt, dass etwa neun von zehn Lungenzellen von Rauchern bis zu 10.000 zusätzliche genetische Mutationen im Vergleich zu den Nichtrauchern aufwiesen.

    Überraschenderweise wurden allerdings bei den Ex-Rauchern beträchtliche Mengen an Schleimhautzellen festgestellt, die von den genetischen Änderungen verschont blieben. Genetisch gesehen waren diese Zellen den Forschern zufolge sogar mit denjenigen von gesunden Menschen vergleichbar, die nie in ihrem Leben geraucht hatten.

     „Menschen, die 30, 40 Jahre oder noch länger viel geraucht haben, sagen oft zu mir, es sei viel zu spät, um aufzuhören – der Schaden sei bereits angerichtet. Was unsere Studie so aufregend macht ist die Tatsache, dass sie zeigt: Es ist nie zu spät, um aufzuhören“, so der Leiter der Studie Peter Campbell.

    Im Laufe der Studie habe man auch Menschen untersucht, die in ihrem Leben schon mehr als 15.000 Packungen Zigaretten geraucht hätten. Doch bereits ein Jahr später, nachdem sie damit aufgehört hätten, hätten viele Zellen in der Schleimhaut ihrer Atemwege keine Anzeichen von Schäden durch den Tabakkonsum aufgewiesen.

    ta/gs

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