01:30 28 Februar 2020
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    Paläologen der Universität Zürich haben in Venezuela und Kolumbien Überreste einer ausgestorbenen Süßwasser-Schildkröte, Stupendemys geographicus, entdeckt. Laut einer Studie, die im Fachblatt „Science Advances“ veröffentlicht wurde, lebten diese Tiere mit annähernd drei Meter langem Panzer vor Millionen von Jahren in Sumpfgebieten Südamerikas.

    Die Tiere konnten jeweils über eine Tonne wiegen. Trotz ihrer gewaltigen Größe hatten die Schildkröten einen natürlichen Feind: die Purussaurier, die eine Körperlänge von mehr als zehn Metern erreichen konnten.

    In einer Mitteilung der Universität hieß es, neben dem Kiefer und anderen Skelettteilen hätten die Wissenschaftler auch Panzer-Bruchstücke der ausgestorbenen Schildkröte ausgegraben. Die Art sei zwar bereits in den 70er Jahren entdeckt worden. Durch die neuen Fossilienfunde sei der Schildkröten-Stammbaum aber „grundlegend überarbeitet“ worden, hieß es.

    Einige heute im Amazonasgebiet heimische Schildkrötenarten sind demnach die nächsten lebenden Verwandten der hundertmal schwereren Stupendemys. Die Männchen hätten Hörner an ihren Panzern getragen, „ein eigenartiges und unerwartetes Merkmal“, hieß es in der Mitteilung. Auch das Verbreitungsgebiet der Art sei größer gewesen als bisher angenommen: Die Tiere lebten demnach im gesamten Norden Südamerikas.

    ls/mt/dpa

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    Tags:
    Schweiz, Südamerika, Kolumbien, Venezuela