12:08 24 Oktober 2020
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    Das Geschlecht des Kindes ist von Familiengenen unabhängig. Dies zeigt eine umfassende Untersuchung von Forschern aus Schweden, Australien und weiteren Ländern, die in der Fachzeitschrift „Proceedings B“ der britischen Royal Society veröffentlicht wurde.

    Es gebe demnach in Familien keine automatisch angeborene Tendenz, ob das Baby das eine oder andere Geschlecht haben wird. Ebenfalls gebe es keinen Zusammenhang zwischen dem Geschlecht des ersten und des zweiten Kindes.

    In der Bevölkerung werde häufig angenommen, dass die Gene der Eltern eine geschlechtsbestimmende Rolle spielen. Auch einige frühere Untersuchungen hätten darauf hingedeutet, dass zum Beispiel größere oder wohlhabendere Eltern eher Jungen bekommen oder physisch attraktivere Personen eher Mädchen. Ob ein Kind männlich oder weiblich ist, hängt letztlich davon ab, ob es ein X- oder Y-Chromosom von seinem Vater geerbt hat.

    Für die Forschungsarbeit sollen sich die Wissenschaftler um Ralf Kuja-Halkola vom schwedischen Karolinska Institut in Solna die Datenbanken der gesamten in Schweden geborenen Bevölkerung seit 1932 angeschaut haben. Untersucht worden seien daraus letztlich die Daten von mehr als 3,54 Millionen Menschen und deren rund 4,75 Millionen Kindern.

    aa/sb/dpa

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    Tags:
    Untersuchung, Einfluss, Eltern, Gene, Geschlecht