02:58 05 Dezember 2020
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    Nach Medienberichten über den Tod eines Chinesen in der Provinz Yunnan an einer Hantavirus-Infektion hat der russische Wissenschaftler Wiktor Malejew in einem Sputnik-Interview dazu aufgerufen, keine Angst zu haben.

    Laut Malejew, dem wissenschaftlichen Berater des Direktors vom Zentralen Forschungsinstitut für Epidemiologie bei der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor, sind die Hantaviren gut erforscht. Das sei ein „bekanntes Virus“.

    „Davor sollte man keine Angst haben, man muss jedoch Vorsicht walten lassen.“

    Mäuse und deren Ausscheidungsprodukte übertragen den Erreger, der Thrombozyten befalle, so Malejew.

    Wegen des Virus entwickle sich das hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom.

    „Von Mensch zu Mensch kann das Virus übertragen werden, das kommt jedoch sehr selten vor. Zum Beispiel bei einer Bluttransfusion von einem Erkrankten an einen gesunden Menschen.“

    Hantavirus 

    Bei der Hanta-Infektion handelt es sich um eine Gruppe von Viren. Neben Mäusen gelten auch andere Nagetiere als Virusüberträger, etwa Hamster, oder einige Arten von Fledermäusen.

    Für die Ansteckung eines Menschen reicht es, verseuchten Staub einzuatmen. Infizierung ist ebenso durch einen Biss der Tiere möglich.

    Die ersten Symptome der gefährlichen Krankheit treten 20 Tage nach der Ansteckung auf und ähneln den Anzeichen einer Grippe. Dazu gehören Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Fieber, denen oft starke Rückenschmerzen und Sehstörungen folgen. In besonders schweren Fällen kann es zu mehrfachem Organversagen kommen.

    Nach Angaben des Portals infektionsschutz.de sind Todesfälle an Hanta-Erregern sehr selten.

    mo/mt/sna

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    China, Russland