10:09 09 April 2020
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    Laut der neulich von den amerikanischen Wissenschaftlern veröffentlichten Studie hat der Merkur möglicherweise einmal über die für das Leben notwendige Komponenten verfügt. Die Forschungsarbeit ist von der Nationalen Aeronautik- und Raumfahrtbehörde (NASA) durchgeführt worden.

    Im Rahmen der Forschung, geleitet von Dr. Alexis Rodriguez (Planetary Science Institute), wurde die kraterartige Oberfläche des Planeten untersucht, wo die Temperaturen öfters bei 400 Grad Celsius liegen.

    Dem Forscherteam zufolge können die flüchtigen Stoffe, die sich unter der Merkur-Oberfläche befinden und schnell ihren Zustand wechseln können, der Grund für das „chaotische Terrain“ sein. Die Wissenschaftler behaupteten auch, dass diese Stoffe und chemische Verbindungen genauso essentiell für das Leben seien wie Wasser. Dies könnte wahrscheinlich von der Präsenz außerirdischer Lebensformen zeugen.

    Zuvor hatten Experten geglaubt, dass das raue Terrain des Merkurs durch eine Reihe von Erdbeben entstanden war, die nach einem Asteroideneinschlag dort ausgelöst wurden.

    Die Merkmale der Oberfläche wurden von den Wissenschaftlern anhand von Daten und Bildern der Raumsonden MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging (MESSENGER) der NASA untersucht. Bei den Beobachtungen war laut den Wissenschaftlern besonders auffällig, dass kleine Merkmale wie winzige Krater in der gesamten Landschaft des Planeten intakt blieben. Dies stellt den Forschern zufolge die bisherige Vorstellung über die Bildung des chaotischen Terrains als potenziell fehlerhaft in Frage.

    Das Gelände des Planeten wurde bereits 1974 beobachtet, als die Mariner 10-Sonde der NASA unweit des Merkurs flog.

    Der Merkur ist der kleinste und sonnennächste Planet im Sonnensystem. Die Temperaturen auf seiner rissigen und kraterartigen Oberfläche steigen bis auf 400 Grad Celsius, was den Planeten völlig „unfreundlich“ für das menschliche Leben macht. Jedoch birgt der Merkur viele Rätsel, die die Wissenschaftler immer wieder zu lösen versuchen.

    ac/mt/sna

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    Tags:
    Leben, Merkur, Studie, NASA, USA