19:39 28 Oktober 2020
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    Experten der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) haben festgestellt, dass sich im vergangenen Monat über der Arktis ein neues Loch in der Ozonschicht zu bilden begonnen hat. Obwohl erwartet wird, dass es Ende dieses Monats verschwinden wird, deutet sein Auftauchen auf einen besorgniserregenden Zustand des Planeten hin. Dies meldet „Phys.org“.

    Die Ausdünnung der Ozonschicht erfolgt jedes Jahr über den Polarregionen des Planeten. In diesem Jahr erwies sich das arktische Ozonloch jedoch als größer als gewöhnlich. Der Grund waren atypisch niedrige Temperaturen in der Stratosphäre, aufgrund derer ein polarer Wirbel entstand - ein Bereich mit niedrigem Druck in der Nähe der mit arktischer Kaltluft gefüllten Pole.

    Gleichzeitig ist das arktische Ozonloch viel kleiner als das Ozonloch über der Antarktis, dessen maximale Fläche 25 Millionen Quadratkilometer erreichen kann. Die Ozonverdünnungsregion über dem Nordpol beträgt weniger als eine Million Quadratkilometer.

    Laut Wissenschaftlern ist noch unklar, was in den kommenden Jahren zu erwarten ist. Obwohl die Entstehung eines neuen Ozonlochs teilweise auf extremes Wetter aufgrund des Klimawandels zurückzuführen sei, sei es noch zu früh zu glauben, dass die zukünftige globale Erwärmung zu einem schlechteren Zustand der Ozonschicht führen werde, die die Biosphäre vor ultravioletter Strahlung schützt.

    ek/mt

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    Tags:
    Zustand, Planet, Ozonloch, US-Fachblatt "Science Alert"