14:46 09 Juli 2020
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    Eine Gruppe von Archäologen hat laut Medien aufgrund des Klimawandels und des schmelzenden Eises rund 1.000 Artefakte rund um den norwegischen Lendbreen-Gletscher entdeckt, die auf eine aktive Nutzung des Gebirgspasses in der Wikingerzeit hinweisen. Dies ist einem Artikel des archäologischen Magazins „Antiquity“ zu entnehmen.

    Artefakte, die aufgrund von geschmolzenem Eis entdeckt wurden, weisen auf ihre Verwendung zwischen den Jahren 300 und 1500 unserer Zeitrechnung hin, wobei eine maximale Aktivität um das Jahr 1000 u. Z. in der Ära der Wikinger beobachtet wurde - einer Zeit zunehmender Mobilität, politischer Zentralisierung, wachsenden Handels und Urbanisierung in Nordeuropa", heißt es in dem Artikel.

    Wie in der wissenschaftlichen Arbeit betont wird, wurden nach der Entdeckung von Tuniken auf dem Gletscher im Jahr 2011 etwa „800 Artefakte, 150 Knochen und Hirschhörner, mehr als 100 Steinböschungen und Fundamente von Steinstrukturen“ in demselben Gebiet gefunden. Unter anderem fanden die Archäologen „Bruchstücke von Schlitten“, Stöcke, Hufeisen sowie „Alltagsgegenstände“, beispielsweise eine Tunika, einen Fäustling, mehrere Lederschuhe und Textilfragmente.

    Experten betonen, dass „das außergewöhnlich reiche archäologische Material dieses Ortes ein Beispiel für das seit langem bestehende System des saisonalen Viehtreibens“ in den Bergen sei und bei der Untersuchung von Gebirgspässen im Allgemeinen hilfreich sein könne.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Wikinger, Archäologen, Gletscher, Norwegen