07:26 25 Oktober 2020
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    Wissenschaftler der Southern Cross University im australischen New South Wales haben zum ersten Mal weltweit eine Technologie getestet, die es ermöglichen soll, das Great Barrier Reef vor der Korallenbleiche zu bewahren. Wie die Mehode zur Aufhellung von Meereswolken funktioniert, zeigten die Forscher auf dem YouTube-Kanal der Universität.  

    Demnach wird das Meerwasser mittels einer speziellen Anlage gesammelt und dann in Form kleiner Partikel durch eine große Turbine gesprüht. Diese vermischen sich mit den Grenzschichten der Atmosphäre, wodurch die Wolken heller werden.

    „Wenn wir den ganzen Sommer über die Wolken ein wenig aufhellen könnten, werden wir das Wasser [im Ozean] auf einen Stand abkühlen, der es ermöglichen wird, die Korallenbleiche zu stoppen“, sagt Dr. Daniel Harrison von der University of Southern Cross.

    Die Ergebnisse der Anwendung der neuen Technologie werden mithilfe von Drohnen überwacht, mit denen Wissenschaftler Luftproben entnehmen können.

    Korallenbleiche am Great Barrier Reef

    Zuvor war berichtet worden, dass Teile des Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste erneut von einer massiven Korallenbleiche betroffen sind – der dritten binnen fünf Jahren. Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des Riffs eine gemäßigte oder sogar schwere Bleiche aufweisen, teilte die zuständige Behörde Great Barrier Reef Marine Park Authority (GBRMPA) mit.

    Als „Bleiche“ bezeichnen Forscher das Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen: Bei zu hohen Wassertemperaturen stoßen die Korallen die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne diese können sie auf Dauer jedoch nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht innerhalb einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.

    Das Great Barrier Reef

    Es ist das weltgrößte Korallenriff. 1981 wurde es von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt und zählt unter anderem neben dem südamerikanischen Amazonas und dem Tafelberg vor Kapstadt zu den sieben Weltwundern der Natur. Der Klimawandel und die damit verbundene Erwärmung der Ozeane bedrohen das Ökosystem seit Längerem. Auch die Wasserverschmutzung durch Schifffahrt und Landwirtschaft in der Nähe der Küste spielen eine Rolle bei der Zerstörung der Korallen.

    pd/mt

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    Tags:
    Wolken, Umweltschutz, Korallenriff, Korallen, New South Wales, Forscher, Australien, Great Barrier Reef