22:29 06 Juli 2020
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    Das russische Verteidigungsministerium hat zum Gedenken an die erste Begegnung sowjetischer und US-amerikanischer Truppen auf deutschem Boden rare Archivfotos veröffentlicht.

    Am 25. April vor 75 Jahren – dem Elbe Day – trafen an der Elbe bei Strehla erstmals sowjetische und US-amerikanische Truppen aufeinander.

    Die Aufnahmen stammen der Behörde zufolge aus den Familienarchiven der sowjetischen Feldherren Iwan Konew, Alexej Schadow, Gleb Baklanow und Alexander Rodimzew.

    Iwan Konew und Omar Bradley, der Kommandeur der 12. US-Heeresgruppe, während der Begegnung an der Elbe im Hauptquartier der 1. Ukrainischen Front. Deutschland, Torgau, April 1945.
    Iwan Konew und Omar Bradley, der Kommandeur der 12. US-Heeresgruppe, während der Begegnung an der Elbe im Hauptquartier der 1. Ukrainischen Front. Deutschland, Torgau, April 1945.

    Darüber hinaus wurde ein Auszug eines Gesprächs zwischen Marschall Konew, dem Kommandeur der 1. Ukrainischen Front, und dem sowjetischen Schriftsteller Konstantin Simonow publiziert, wo Konew sich an das Ereignis erinnerte.

    Konews Geschenk an Bradley: ein Schlachtross.
    Konews Geschenk an Bradley: ein Schlachtross.

    Alle seien damals mit Freude erfüllt gewesen und hätten geglaubt, dass ein beständiger Frieden auf den so schwer erkämpften Sieg folgen werde, so der Marschall.

    „Offiziere und Soldaten brachten damals die Überzeugung zum Ausdruck, dass ein langer Frieden erst dann beginnt, wenn die Großmächte – Amerika, Russland, England – als Freunde und Verbündete leben würden.“
    Das Gegengeschenk des US-Generals an den sowjetischen Marschall: ein US-Geländewagen Willys MB.
    Das Gegengeschenk des US-Generals an den sowjetischen Marschall: ein US-Geländewagen Willys MB.

    Der Vorsitzende der Russischen Gesellschaft für Militärgeschichte und Russlands ehemaliger Kulturminister, Wladimir Medinski, bezeichnete die Begegnung an der Elbe als einen Höhepunkt im Verhältnis zwischen den Alliierten in den Zeiten des Zweiten Weltkriegs.

    „Historisches Gedächtnis nicht verlieren“

    Sofort nach Kriegsende, schon während der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August 1945, hätten sich die Umrisse einer zukünftigen Konfrontation zwischen der UdSSR und den westlichen Alliierten abgezeichnet.

    „Trotzdem ist es für uns und vor allem für unsere Alliierten in der Anti-Hitler-Koalition wichtig, die Geschehnisse an der Elbe nicht zu vergessen, um unser historisches Gedächtnis nicht zu verlieren“, so der Ex-Minister.
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    Gleb Baklanow, der Kommandeur des 34. Gardeschützenkorps, trifft Clarence Huebner, der das V. Corps führte.

    mo/mt/sna

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    Tags:
    USA, UdSSR, Deutschland, Elbe, Zweiter Weltkrieg