09:04 05 August 2020
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    Forscher des Weltraumforschungsinstituts (IKI) der Russischen Akademie der Wissenschaften haben während ihrer Experimente bewiesen, dass Mikroorganismen in der Atmosphäre der Venus, auf der Marsoberfläche und im Eis des Jupiter-Satelliten Europa überleben können. Dies geht aus dem IKI-Jahresbericht 2019 hervor.

    Der Bericht wurde auf der auf der Website des Instituts veröffentlicht.

    In den Wolken schwimmen

    „In der Atmosphäre der Venus, in der die oberen Schichten der Planetenatmosphäre der kosmischen Strahlung und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, können Mikroorganismen vorhanden sein, die mit Mineralpartikeln verbunden sind", vermuteten IKI-Wissenschaftler.

    Um diese Hypothese zu überprüfen, untersuchte das Labor die Wirkung von Strahlung auf Mikromyceten (mikroskopisch kleine Pilze – Anm. d. Red.) auf trockenem Boden bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die Wirkung hoher Dosen ionisierender Strahlung nicht zum Tod von Bodenpilzen führt. Die meisten resistenten Arten überleben.

    Leben im Eis

    Das IKI untersuchte auch die Möglichkeit, hypothetische Mikroorganismen im Eis des Jupiter-Satelliten Europa im Falle ihrer Freisetzung aus dem subglazialen Ozean zu erhalten. Es wurde ein Experiment zur Bestrahlung von im Eis eingebetteten Bakterien bei einer Temperatur von minus 130 Grad Celsius und dem erforderlichen Druck durchgeführt. Laut den Ergebnissen der Studie entdeckten Wissenschaftler auch hier lebensfähige Bakterien.

    „Unter der Berücksichtigung der Intensität der Strahlung und der Geschwindigkeit der Oberflächenerneuerung können lebende Zellen im Eis in einer Tiefe von 10 bis 100 Zentimetern für 1000 bis 10.000 Jahre nach dem Ausstoß von Wasser aus dem subglazialen Ozean erhalten bleiben“, heißt es in dem Studienbericht.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Mikroben, Studie, Forscher, Venus, Jupiter, Mars