00:19 12 Juli 2020
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    Der Ausbruch des neuartigen Vius SARS-CoV-2 hat Bedenken wachgerufen, dass außerirdische Viren die Erde durch die Gesteinsproben vom Mars infizieren können. Scott Hubbard, außerordentlicher Professor für Luft- und Raumfahrt an der Stanford University (USA), äußerte sich dazu in einem Interview mit dem Portal „Stanford News“.  

    Die während einer Mars-Mission erhaltenen Gesteinsproben müssten auf der Erde „unter Quarantäne gestellt und so behandelt werden, als wären sie das Ebola-Virus, bis ihre Sicherheit nachgewiesen ist“, sagte der ehemalige Mars-Programmdirektor von der US-Weltraumbehörde Nasa.

    Die Wissenschaftsgemeinschaft vertrete jedoch die Ansicht, dass die Wahrscheinlichkeit, die Millionen Jahre alten Gesteine des Roten Planeten würden eine aktive Lebensform enthalten, die die Erde infizieren könnte, äußerst gering sei, erläuterte Hubbard.

    Er fügte hinzu, dass alle mechanischen Systeme von Raumschiffen nach deren Rückkehr einer chemischen Behandlung und einer Hitzesterilisation unterzogen werden sollten. Zugleich müssten die Astronauten unter eine strenge Quarantäne gestellt werden, wie dies bei Neil Armstrong nach dessen Mondlandung der Fall war. Solche Maßnahmen werden laut dem Wissenschaftler die Erde schützen können.

    Zuvor hatten Forscher der University of British Columbia (Kanada) den genauen Zeitpunkt bestimmt, zu dem der Mars noch ein Magnetfeld hatte. Nach ihren Berechnungen existierte der „geomagnetische Dynamo“ auf dem Roten Planeten vor 4,5 und 3,7 Milliarden Jahren.

    pd/mt

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