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    Forscher aus Hongkong haben an Hamstern nachgewiesen, dass sich durch OP-Masken die kontaktlose Übertragung des neuartigen Coronavirus deutlich verringern lässt. Dies berichten internationale Medien unter Berufung auf eine am Sonntag vorgestellte Studie der Universität Hongkong.

    Für die Studie wurden demnach 52 Hamster genutzt. In einem Käfig befand sich im Rahmen der Studie ein mit Corona infizierter Hamster, im anderen drei nicht-infizierte Tiere. Dabei wurden Ventilatoren eingesetzt, die das Virus über die Luft verbreiten sollten.

    Drei Szenarien

    Laut der Zeitung „South China Morning Post“ gab es drei Versuchsvarianten: In einer Situation wurden OP-Masken am Käfig der gesunden Tiere angebracht. In der zweiten Situation waren die Masken am Käfig des infizierten Tieres und bei der dritten Variante gab es überhaupt keine Masken.

    Ergebnisse

    Passagiere steigen den Flug von Air France nach Mexiko im Pariser Flughafen Charles de Gaulle ein, 6. Mai 2020
    © REUTERS / Benoit Tessier
    Nach einer Woche stellte sich heraus, dass sich im Versuchsaufbau ohne Masken zehn von 15 gesunden Hamstern mit dem Coronavirus infiziert hatten. In dem mit Masken versehenen Käfig mit den infizierten Tieren steckten sich zwei von zwölf Hamstern mit dem Virus an. Die Masken am Käfig der gesunden Hamster führten zur Infizierung von vier der zwölf Hamster.

    „In unserem Hamster-Experiment wird deutlich gezeigt: Wenn die infizierten Hamster oder Menschen – insbesondere jene ohne Symptome oder mit Symptomen – Masken tragen, dann schützen sie faktisch die anderen Menschen“, so Studienleiter Yuen Kwok-yung.

    Die Corona-Übertragung kann ihm zufolge beim Tragen von Schutzmasken um 50 Prozent sinken, besonders wenn infizierte Menschen OP-Masken tragen.

    Coronavirus-Pandemie

    Das Virus Sars-CoV-2 wurde erstmals Ende Dezember in China entdeckt und breitete sich innerhalb von wenigen Monaten über den Globus aus. Das Epizentrum der neuartigen Krankheit war die Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei. Am 11. März stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der Infektion als Pandemie ein.

    Laut aktuellen Angaben der Johns Hopkins University wurden weltweit mehr als 4,7 Millionen Corona-Fälle und über 315.000 Todesopfer registriert.

    ak/sb

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    Tags:
    Hamster, Coronavirus, Mundschutzmasken, Studie, Forscher, Hongkong