10:53 05 August 2020
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    US-Psychologen aus den Universitäten von New York und Miami haben herausgefunden, dass neue Erfahrung und Eindrücke eine erhöhte Aktivität des Gehirns hervorrufen, die dem Glücksgefühl ähnelt.

    Die Forscher untersuchten die Verbindung eines abwechslungsreichen Alltags der Menschen zu ihrem emotionalen Zustand. Die Freiwilligen, die sich an dem Experiment in New York und Miami beteiligten, schickten den Wissenschaftlern regelmäßig SMS, in denen sie ihren emotionalen Zustand beschrieben, wobei ihre Bewegungen von den Forschern mithilfe von GPS-Geräten aufmerksam beobachtet wurden.

    Es stellte sich heraus, dass die Beteiligten ihren emotionalen Zustand als positiv bezeichneten, als sie sich viel durch die Stadt bewegten oder neue Orte besuchten. Dabei benutzten sie die Worte „glücklich“, „entspannt“ oder „aufmerksam“. Nach Angaben der Psychologen seien diese Adjektive im Alltag mit dem Wohlbefinden verbunden.

    „Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass sich die Menschen glücklicher fühlen, wenn sie mehr Abwechslung im alltäglichen Leben haben, neue Orte besuchen oder neue Erfahrungen sammeln“, sagte Catherine Hartley, die Autorin der Studie.

    Danach wollten die Forscher herausfinden, wie sich neue Eindrücke und Emotionen auf die Aktivität des Gehirns auswirken. So mussten sich die Beteiligten jeden Tag einer MRT-Untersuchung unterziehen.

    Es wurde festgestellt, dass bei den Menschen, die besonders von dem „Affekt“ (positive Emotionen, die durch neue Erfahrung verursacht wurden) betroffen waren, eine erhöhte Aktivität im Striatum und Hippocampus registriert wurde. Diese Teile des Gehirns sind mit der Verarbeitung der Neuheit und der Belohnung eng verbunden.

    „Die Ergebnisse der Studie zeugen von einem Zusammenhang zwischen der neuen und abwechslungsreichen Erfahrung und unserem subjektiven Wohlgefühl“, sagte Hartley.

    Die amerikanischen Forscher, die ihre Studie vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie abgeschlossen hatten, geben zu, dass sich die eingeführten Einschränkungen negativ auf die menschliche Psyche auswirken. Allerdings betonen sie, dass auch kleine Änderungen, die die Menschen unter Quarantäne machen könnten, einen positiven Effekt haben würden. Dazu zählen Körperübungen, Spaziergänge oder ein neuer Weg ins Geschäft oder die Apotheke.

    ac/mt

     

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    Tags:
    neu, Erfahrungen, Emotionen, Glück, Aktivität, Gehirn, Studie, USA