02:06 14 Juli 2020
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    Forscher haben aus Stammzellen ein Gehirnmodell eines menschlichen Embryos geschaffen — dies soll dazu dienen, neue Methoden der Stammzelltherapie für eine Reihe neurologischer Erkrankungen voranzutreiben. Ergebnisse der Studie sind in dem Fachmagazin „Nature Biotechnology“ veröffentlicht.

    Mit Kenntnissen, wie die Nervenzellen in verschiedenen Entwicklungsphasen gebildet werden, können Methoden zur Behandlung jeder konkreten Erkrankung entwickelt werden. Die Therapie der Parkinson-Krankheit erfordert beispielsweise eine spezifische Art der Nervenzellen, die wegen dieser gesundheitlichen Störung verloren gehen. 

    Zu diesen Zwecken entwickelten die dänischen Forscher aus dem Novo Nordisk Foundation Center for Stem Cell Biology (DanStem) in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus der Universität Kopenhagen und mit Bioingenieuren aus der Universität Lund (Schweden) ein Modell der Stammzellen, das die Frühentwicklung des menschlichem Gehirns simuliert. Die Zellen wurden demnach in einer speziellen mikrofluidischen Kammer gezüchtet. 

    Die Forscher haben des Weiteren vor, das neue Modell bei der Erstellung einer Gehirnkarte der Zellenentwicklung zu verwenden. Darauf soll zu sehen sein, wie sich verschiedene Nervenzellen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen im Gehirn bilden. 

    „Sobald wir die Karte haben, können wir neuronale menschliche Zellen in dem Labor besser reproduzieren, die zur Transplantation, regenerativen Therapie sowie Behandlung verschiedener Erkrankungen verwendet werden könnten“, betont die Studienleiterin Agnete Kirkeby. 

    ao/mt/sna

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    Tags:
    Wissenschaft, Behandlung, Embryos, Stammzellen, Gehirn