11:30 06 Juli 2020
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    Schwarze Löcher verschlingen nicht nur Materie, sie schleudern sie auch in Form strahlender Gasjets weit in den Weltraum hinaus. In Aufnahmen eines stellaren Schwarzen Lochs sind solche Gasströme zu sehen, die über 80 Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichten.

    Schwarze Löcher sind eher dafür bekannt, dass sie in Zentren von Galaxien im Schatten schlummern und alle Materie, die ihnen zu nahe kommt, verschlingen. Aber solche Begegnungen müssen nicht immer mit der Einverleibung der Materie enden. Gase können auch mit ungeheurer Wucht weggeschleudert werden, wie eine astronomische Aufnahme eines stellaren Schwarzen Lochs zeigt.

    Die Gasströmejets des Objekts MAXI J1820+070, in der Fachwelt Jets genannt, erreichten dabei eine Geschwindigkeit von über 80 Prozent der Lichtgeschwindigkeit. Bei dem Ausbruch wurden etwa 200 Billionen Tonnen Materie in den umgebenden Weltraum geschleudert.

    Das Schwarze Loch liegt in 10.000 Lichtjahren Entfernung von der Erde innerhalb der Milchstraße und wird von einem Stern begleitet, der etwa halb so massereich ist wie die Sonne. Da das Schwarze Loch nach dem Kollaps eines Sterns entstanden ist, ist es ein vergleichsweise kleiner Vertreter dieser Himmelskörperart.

    Dem Video liegen Daten des Chandra Röntgen-Observatoriums der Nasa aus den Jahren 2018 und 2019 zugrunde. Eine Studie, in denen die Daten ausgewertet wurden, ist jüngst in der Fachzeitschrift "Astrophysical Journal Letters" erschienen.

    vr

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    Tags:
    Astrophysik, Astronomie, Schwarzes Loch