09:45 07 Juli 2020
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    Russische Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, um nach Leben auf dem Mars und anderen Himmelskörpern des Sonnensystems zu suchen. Ermöglichen soll dies das Laserscanning ihrer Oberfläche von einem Raumschiff oder einer Landestation aus. Forscher Michail Panasjuk von der Staatlichen Moskauer Universität hat sich zu dem Thema geäußert.

    „Basierend auf der von den Biologen unserer Universität unterbreiteten Methode haben wir eine Messtechnik und ein Instrument zur Bestimmung der Überlebensfähigkeit von Mikroorganismen im Weltraum entwickelt. Das Verfahren basiert auf der Fluoreszenzstrahlung von biologischen Objekten mikroskopischer Größe nach deren Laserbestrahlung. Anhand der Eigenschaften der resultierenden fluoreszierenden Strahlung können wir beurteilen, ob es auf dem untersuchten Objekt Leben gibt oder nicht“, erläuterte der Leiter des wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Kernphysik an der Moskauer Lomonossow-Universität (MGU).

    Panasjuk zufolge können auf diese Weise Objekte in einer Entfernung von zehn bis Hunderten von Kilometern erkundet werden. Dabei sei esmöglich, Anzeichen für Leben nur an der Oberfläche, aber nicht unter der Erde zu erkennen.  

    Die neue Methode werde, so der Wissenschaftler, zwischen 2021 und 2022 getestet, wenn zu diesem Zweck ein kleiner Satellit in die erdnahe Umlaufbahn gebracht werde.

    „Wir haben ein wissenschaftliches Gerät von sehr geringer Größe entwickelt; als Teil von CubeSat 1U (der Begriff CubeSat 1U steht fürSatelliten mit einer Größe von 10 x 10 x 10 Zentimetern — Anm. d. Red.) oder 2U (Satelliten einer Größe von 10 x 10 x 20 Zentimetern —Anm. d. Red.) können wir es in den Weltraum starten. Das Programm entwickelt sich sehr intensiv“, sagte der Forscher weiter.

    Im Inneren des Geräts würden sich in einer erdnahen Umlaufbahn biologische Objekte befinden, höchstwahrscheinlich Algen, an denen die Technologie der Suche nach Lebensspuren getestet werden soll, hieß es.
    Angesichts der Tatsache, dass das Leben auf der Erde von Mikroorganismen stammt und einige von ihnen extremen Bedingungen standhalten können, die mit denen im Weltraum vergleichbar sind, kommen die Forscher zu dem Schluss, dass man sich bei der Suche nach Lebensspuren im Sonnensystem zunächst auf die einfachsten Mikroorganismen konzentrieren sollte.

    pd/sb/sna

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    Tags:
    Moskauer Lomonossow-Universität (MGU), Russland, Mars