01:39 11 Juli 2020
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    Ein schwedisches Forschungsteam vom Stockholmer Karolinska-Institut plant, mithilfe von Antikörpern, die im Organismus des deutschen Alpakas Tyson entstanden sind, eine Behandlungsmethode gegen das Coronavirus auf den Weg zu bringen.

    Wie der Forscher Gerald McInerney mitteilte, könnten Alpakas und andere Kamelarten eine besondere Art von kleinen Antikörpern ausbilden. Darum habe man das auf einer deutschen Forschungsfarm lebende Alpaka namens Tyson mit Virusproteinen immunisiert, damit sein Körper diese winzigen Antikörper, sogenannte Nano-Antikörper, bilden könne.

    Laut McInerney habe man diese Nano-Antikörper aus Tysons Blut isoliert und wolle sie nun bei Mäusen oder Hamstern testen. Die Forscher hoffen, dass diese Antikörper genau an demselben Teil des Virus wie menschliche Antikörper andocken würden.

    Wenn man die Wirksamkeit von solchen Antikörpern feststellt, möchten die Forscher diese bei der Behandlung von Corona-Erkrankten verwenden, bei denen das Coronavirus in einem frühen Stadium festgestellt wurde.

    ac/mt/dpa


     

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    Tags:
    Patienten, Coronavirus, Behandlung, Antikörper, Alpaka, Forschung, Schweden