14:37 07 Juli 2020
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    Amerikanische Wissenschaftler von der Texas University haben herausgefunden, dass ein bewegungsarmer Lebensstil das Risiko des Todes an Krebs deutlich erhöhen kann. Dies berichtet das Gesundheitsportal „MedicalXpress“.

    Demnach beobachteten Wissenschaftler von der Texas University rund fünf Jahre lang die körperliche Aktivität von mehr als 8.000 Menschen, die über 45 Jahre alt waren. Zu Beginn des Experiments hatten sie keine Symptome einer Krebserkrankung aufgewiesen. Allerdings starben 268 Menschen davon zwischen 2009 und 2013 an Krebs.

    Im Zuge des Experiments stellte sich heraus, dass das Risiko des Todes wegen bösartigen Tumoren bei den Freiwilligen, die einen bewegungsarmen Lebensstil hatten, 82 Prozent höher war als bei den Menschen, die eine gesunde Lebensweise führten.

    „Dies ist die erste Untersuchung, die auf einen Zusammenhang zwischen der mangelnden körperlichen Aktivität und dem Tod an Krebs hindeutet“, sagte Susan Gilchrist, die Leiterin des Experiments.

    Sie fügte auch hinzu, dass je länger man eine sitzende Lebensweise vor dem Entstehen eines bösartigen Tumors führe, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Ausgangs der Krankheit.

    „Ich sage meinen Patienten, dass sie am Arbeitsplatz jede Stunde mindestens fünf Minuten im Stehen verbringen oder statt einen Aufzug zu benutzen die Treppe hochsteigen sollen. Dies scheint nicht viel zu sein, aber unsere Studie zeigt, dass selbst mäßige körperliche Aktivitäten die Überlebenschancen bei Krebs erhöhen“, betonte Gilchrist.

    Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass das Risiko, an Krebs zu sterben, um 31 Prozent sinkt, wenn man mindestens 30 Minuten pro Tag mäßige körperliche Aktivität wie Radfahren ausübt. Bei leichten Belastungen wie Gehen wird diese Zahl um acht Prozent sinken.

    ac/mt

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    Tags:
    gefährlich, sitzender Lebensstil, Tod, Risikofaktoren, Krebs, Studie, Forscher, USA