07:09 21 Oktober 2020
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    Der russische Wettersatellit „Elektro-L“ Nr. 2 hat aufgezeichnet, wie der von einer ringförmigen Sonnenfinsternis verursachte Schatten über die Erdoberfläche zieht. Das entsprechende dynamische Bild hat die Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montag auf Twitter veröffentlicht.

    „Der russische Raumapparat  'Elektro-L' Nr. 2  hat aus einer Höhe von 36.000 Kilometern erfasst, wie der von einer ringförmigen Sonnenfinsternis am 21. Juni verursachte Schatten über die Erdoberfläche  zieht“, twitterte die russische Weltraumbehörde.

    Die Aufnahme zeigt, wie der Schatten von West nach Ost - von Ostafrika nach Südostasien - wandert.

    Beindruckendes Himmelsschauspiel

    In Asien und Afrika war am Sonntag ein beeindruckendes Himmelsphänomen zu sehen. Bei der ringförmigen Sonnenfinsternis schob sich der Mond so zwischen Erde und Sonne, dass er einen leuchtenden Ring frei ließ. Eine solche ringförmige Sonnenfinsternis ist nur etwa alle zwei Jahre und jeweils nur von einem kleinen Teil der Erde aus zu sehen.

    Zuerst war die ringförmige Sonnenfinsternis im Nordosten der Republik Kongo zu beobachten, wo es bereits wenige Minuten nach Sonnenaufgang um 05.56 Uhr Ortszeit (06.56 Uhr MESZ) wieder dunkel wurde. Das Himmelsschauspiel dauerte dort eine Minute und 22 Sekunden - so lange wie nirgendwo sonst. Von Afrika aus wanderte das Phänomen in einem schmalen Streifen über die Arabische Halbinsel und Indien bis nach China und Taiwan.

    Mission der Wettersatelliten

    Der „Elektro-L“-Satellit Nr. 2 wurde im Dezember 2015 in die Umlaufbahn gebracht und befindet sich derzeit in einer geostationären Umlaufbahn (kreisförmige Umlaufbahn mit einer Höhe von 35.786 Kilometern) an einem Punkt von 76 Grad östlicher Länge über dem Indischen Ozean.

    Die Apparate der Elektro-Serie werden im Interesse des Wetterdienstes, des Verteidigungsministeriums und einiger anderer Ämter eingesetzt, die auf Wetterdaten angewiesen sind.

    pd/mt/sna

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    Tags:
    Satellit, Raumfahrtbehörde, Erde, Sonnenfinsternis, Roskosmos