16:49 25 September 2020
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    Nach Sachsen korrigiert nun auch Bremen die Mathe-Abiturnoten nach oben. Der Grund: Die Prüfungsaufgaben waren zu schwer und missverständlich formuliert, die Noten fielen noch schlechter aus als im Vorjahr.

    Wie schon im vergangenen Jahr, sind auch 2020 die Abiturnoten im Fach Mathematik auffällig schlecht. Die Aufgaben, die aus dem zentralen Abitur-Pool des Berliner Instituts für Bildungswesen (IQB) kamen, sind offenbar wegen ihres Aufbaus und der Verständlichkeit der Texte sehr schwierig gewesen.

    In Sachsen hatte sich die Mathe-Note im Leistungskurs von durchschnittlich 2,5 im Vorjahr auf 3,1 in diesem Jahr verschlechtert. Es folgten Proteste von Eltern, Schülern und Lehrkräften. In der Folge hob Sachsen vergangene Woche die Noten um einen Punkt an. Auch in Berlin sind die Mathe-Noten in diesem Jahr besonders schlecht ausgefallen und haben zu Protesten geführt. Bereits 2019 ist kritisiert worden, dass es zwar genügend leichte Aufgaben gebe, die eine Note im Mittelfeld erreichbar machten. Wer aber gut oder sehr gut abschneiden wolle, müsse (fast) alle Aufgaben lösen – und das sei schon rein zeitlich nicht zu schaffen. Dieses Problem habe auch dieses Jahr bestanden, hinzugekommen sei die missverständliche Formulierung der Aufgaben. Bildungssenatorin Sandra Scheers (SPD) versprach, die Beschwerden zu prüfen.

    Nach Sachsen und Berlin hat nun auch Bremen festgestellt, dass die Prüfungsaufgaben im Mathe-Abitur in diesem Jahr zu schwer waren. Als Konsequenz sollen die Ergebnisse um zwei Punkte nach oben korrigiert werden.

    „Wir gehen davon aus, dass es sich weniger um ein Corona-bedingtes Phänomen handelt, als vielmehr um die Schwere der Aufgaben“, sagte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) am Montag. In vielen anderen Bundesländern seien diese Aufgaben entweder nicht ausgewählt oder sprachlich erheblich modifiziert worden. Die Maßgabe, vom kommenden Schuljahr an die Pool-Aufgaben des Berliner Instituts für Bildungswesen (IQB) nehmen zu müssen, werde ausgesetzt. Die nachträgliche Korrektur der Noten bleibe jedoch eine absolute Ausnahme, so Bogedan

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    Tags:
    Bremen, Schüler, Abitur