09:41 12 August 2020
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    Im Juli 2019 hat der chinesische Mondrover Yutu-2 in einem Krater auf der Mondoberfläche eine seltsame Substanz entdeckt, die einem Gel ähnelt. Jetzt ist es den Wissenschaftlern laut „Science Alert“ gelungen, zu klären, was genau das Gerät auf dem Erdsatelliten gefunden hat.

    Wie die Forscher herausfanden, seien im Krater infolge eines Meteoriteneinschlags nur noch Steine übriggeblieben, die bei hohen Temperaturen geschmolzen waren. So soll sich eine dunkelgrüne, glänzende Masse gebildet haben.

    „Der Chang'e-4-Mondrover (der Raumstation) entdeckte ein dunkles, grünliches, glänzendes Brockengestein im Krater, als er sich durch den Boden des Von Karman-Kraters auf der anderen Seite des Mondes bewegte“, heißt es in den Materialien der Studie. Es entstand infolge eines Meteoriteneinschlags, der Zementierung und Agglutination der Oberflächenschicht von Mond und Gestein.

    Glänzende Substanz

    Das Bild einer glänzenden Substanz wurde 2019 erhalten. Dann wurde es als „gelartig“ beschrieben, was für Funde auf dem Mond aufgrund seiner trockenen und öden Landschaft sehr ungewöhnlich ist. Die folgenden Bilder zeigten etwas wirklich Glänzendes, aber nicht Gelatineartiges, wie zuvor vermutet. Höchstwahrscheinlich war die Substanz eine Schmelze, die durch den Aufprall gebildet wurde. Diese Annahme wurde durch eine eingehendere Analyse der Fotos bestätigt.

    Keine Sorgen um „Pfütze mysteriösen Schleims“

    Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sich die Zusammensetzung der Substanz nicht von der Zusammensetzung der den Krater umgebenden Mondgesteine unterscheidet. Allerdings konnten die Forscher aufgrund einer schlechten Beleuchtung mit Sicherheit nur das Vorhandensein von Plagioklas in der Zusammensetzung der „Substanz“ bestätigen. Die Geschichte ihres Auftauchens ist noch nicht vollständig erforscht, doch die Wissenschaftler fühlen sich bereits ruhiger, weil sie sich keine Sorgen um eine „Pfütze mysteriösen Schleims“ auf der Mondoberfläche machen müssten.

    ek/mt/

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    Tags:
    US-Fachblatt "Science Alert", Schleim, Krater, Mond, Meteoriteneinschlag