17:09 24 November 2020
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    Im Laufe einer Studie der Uniklinik Dresden sind bei 2000 Schülern und Lehrern nur wenige Personen mit Antikörpern gefunden worden.

    Wie Reinhard Berner, ein Professor von der Uniklinik Dresden, am Montag mitteilte, hätten die Forscher bei rund 1500 Schülern und 500 Lehrern an sächsischen Schulen nur bei zwölf Personen Antikörper festgestellt. Dabei sei auch an Schulen mit Corona-Ausbrüchen zwischen Mai und Juli getestet worden.

    Die ersten Ergebnisse der Studie zeigten keine Hinweise, dass Kinder oder Jugendliche das neuartige Virus besonders schnell verbreiteten.

    „Kinder sind vielleicht sogar Bremsklötze bei der Infektion“, unterstrich Berner.

    Die von der Uniklinik Dresden durchgeführte Studie solle nun dem sächsischen Kultusministerium Hinweise geben, ob eine generelle Öffnung der Schulen nach den Sommerferien möglich ist.

    Zudem könnten die vorläufigen Ergebnisse der Studie laut Berner auch für andere Bundesländer nützlich sein. Daraus könne man beispielsweise ableiten, dass es in einer Region mit geringen Infektionszahlen keine explosionsartige Ausbreitung in Schulen gebe. Berner äußerte auch die Vermutung, dass Kinder und Jugendliche beim Husten weniger Tröpfchen ausstießen. Außerdem seien Menschen mit einem milden Krankheitsverlauf offenbar weniger ansteckend, wobei dies bei Kindern häufig der Fall sei.

    Zuvor hatte auch das Robert Koch-Institut (RKI) im Rahmen einer Untersuchung geringe Infektionsraten unter 12.000 Blutspendern festgestellt. So hätten sich bei nur 1,3 Prozent der Teilnehmer Antikörper gebildet. Damit deutet sich aber auch an, dass sich keine hohe Immunität in Deutschland in den vergangenen Monaten ausgebildet hat. 

    ac/mt/rtr

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    Tags:
    Dresden, Öffnung, Schulen, Ausbreitung, Kinder, Coronavirus, Studie, Sachsen