09:27 12 August 2020
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    Forscher von der University of Southampton haben festgestellt, dass sich das Erdklima um mehrere Millionen Jahre in die Vergangenheit verschieben könne. Dies ist einem Artikel aus dem Fachmagazin „Scientific Reports“ zu entnehmen.

    Bis 2025 wird der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre in den letzten 3,3 Millionen Jahren ein Rekordhoch erreicht haben. Der Grund dafür ist die Aktivität der Menschheit.

    Die Forscher analysierten die chemische Zusammensetzung von Fossilien, die aus den Sedimenten des tiefen Bodens der Karibik gewonnen wurden. Die erhaltenen Daten wurden verwendet, um die Kohlendioxidkonzentration in der Erdatmosphäre vor etwa drei Millionen Jahren während des Pliozäns (vor 5,3 bis 2,8 Millionen Jahren) zu rekonstruieren, als die Erde drei Grad wärmer war als heute. Damals nahmen die Polkappen eine kleinere Fläche ein, und der Meeresspiegel war höher.

    Um die uralte Kohlendioxidkonzentration zu bewerten, bestimmten die Wissenschaftler das Verhältnis der Borisotope in den Überresten von Foraminiferenschalen. Die Isotopenzusammensetzung hängt von der Säure des Meerwassers ab, und dies hängt seinerseits vom Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre ab.

    Es stellte sich heraus, dass in der wärmsten Zeit des Pliozäns die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre 380-420 ppm erreichte. Dies ist vergleichbar mit dem aktuellen Wert von 415 ppm. Dies zeige, dass die Menschheit bereits ein Niveau erreicht habe, auf dem signifikante Klimaveränderungen passieren. Nach Schätzungen werde der Kohlendioxidgehalt bis 2025 alle Werte der letzten drei Millionen Jahre überschreiten. Dies bedeute auch, dass die Werte in Zukunft höchstwahrscheinlich Rekordwerte der letzten 15 Millionen Jahren erreichen würden.

    ek/mt/

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    Tags:
    Aktivitäten, Menschheit, verschieben, Forscher, Erde, Klimaveränderungen