14:38 13 August 2020
SNA Radio
    Wissen
    Zum Kurzlink
    13663
    Abonnieren

    Ein internationales Forscherteam hat gute Nachrichten über Kaffee gebracht: Eine jüngst durchgeführte Studie zeigte, wie ein von vielen geliebtes Getränk mit beeindruckenden gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist, insbesondere mit einem verringerten Risiko für Lebererkrankungen.

    Forschungen finden häufig einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Blutzuckersenkung, Verbesserung der kognitiven Funktion, Schutz vor altersbedingter Demenz und sogar Verlängerung des Lebens. Alle diese Zusammenhänge sind korrelativ und nicht kausal, aber es ist definitiv bekannt, dass Kaffee zumindest unsere Stimmung von 8 bis 12 Uhr verbessern kann.

    Epigenetik

    Die neue Studie konzentrierte sich darauf, warum es unserem Organismus so gut vom Kaffee (und Tee, der auch Koffein enthält) gehe. In den meisten wissenschaftlichen Arbeiten hinsichtlich des Einflusses von Kaffee und Tee auf die menschliche Gesundheit wird gerade auf eine Korrelation hingewiesen. Es wäre nicht überflüssig, Details herauszufinden, entschieden Wissenschaftler aus den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den USA. Sie sahen sich die epigenetischen Veränderungen, d.h. den Einfluss auf die Gene externer Faktoren (in diesem Fall Tee und Kaffee) etwas detaillierter an.

    „Epigenetik sind DNA-Modifikationen, die die Hauptsequenz nicht beeinflussen, sondern in der Genexpression akkumuliert sind“, berichten die Autoren der Studie in einem Preprint auf „BioRxiv“, dem wissenschaftlichen Portal von Cold Spring Harbor Laboratory.

    „Epigenetik ist ein Mechanismus eines indirekten Einflusses von Ernährungsfaktoren und Lebensweise auf die Risiken der Entstehung einer Krankheit“, so die Forscher.

    An der Studie nahmen 15.800 Freiwillige europäischer und afroamerikanischer Herkunft teil. Die große Stichprobengröße und der multiethnische Beitrag sind zur treibenden Kraft dieser Arbeit geworden.

    Zusammenhang mit der Verringerung von Erkrankungsrisiken

    Bei der Kontrolle anderer Faktoren, die die Epigenetik beeinflussen, konzentrierten sich die Forscher auf Assoziationen, die für Kaffee- und Teekonsum spezifisch sind, und stellten einen Zusammenhang mit der Verringerung des Risikos für Fettleibigkeit und Leberzirrhose sowie mit der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen fest.

    Rolle des Koffeins

    Der Prozess, durch den Koffein unsere Gene beeinflusst, wird als DNA-Methylierung bezeichnet. Je mehr Wissenschaftler über diesen Prozess erfahren, desto mehr scheint er ihnen als Schlüsselfaktor bei der Verwaltung von „epigenetischen Schaltern“ in der wachsenden Liste von Krankheiten und Störungen zu wirken, die die Menschen mit Alter einholen.

    „Im Allgemeinen zeigt die Studie, dass der Kaffeekonsum mit unterschiedlichen DNA-Methylierungsniveaus verbunden ist und dass damit verbundene epigenetische Variationen den Mechanismus der Wirkung von Kaffee bei der Bestimmung des Krankheitsrisikos erklären können“, behaupten die Forscher.

    Dies ist nicht das erste Mal, dass Kaffee ins Labor gelangt. Frühere Studien haben gezeigt, dass Koffein sogar gebrochene DNA-„Stränge“ wiederherstelle und verstärke, auch durch Methylierung, was auch die Expression von Genen beeinflussen könne, die mit dem Risiko für Alzheimer, Parkinson und Diabetes verbunden sind.

    ek/mt/

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Unbekannte bewaffnete Menschen in Minsker Yandex-Büro eingedrungen
    „Putins Murks“? Galle deutscher Medien und fünf Fragen zum ersten russischen Corona-Impfstoff
    T-80-Panzer bei Moskau taucht unter: Kriegsgerät bezwingt Unterwasser-Hindernisse – Video
    Tags:
    Erkrankungen, Risiko, Verringerung, DNA, Gesundheit, Vorteile, Kaffee