01:24 05 August 2020
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    Sonnenstürme, Magnetfelder und fulminante Bilder der Sonnen-Corona – der Solar Orbiter hat seine ersten Aufnahmen der Sonne gemacht und am Donnerstag wurden sie von der ESA auf der Erde vorgestellt. Sputnik hat eine Galerie mit den eindrucksvollsten Bildern zusammengestellt.

    Am 10. Februar war die ESA-Sonde „Solar Orbiter“ in Richtung Sonne aufgebrochen, nun hat sie die ersten spektakulären Bilder geliefert, die am Donnerstag von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) vorgestellt wurden. Zum ersten Mal sind mit diesem Werkzeug Seiten des Sterns und Phänomene auf ihm und rund um ihn zu sehen, die es in dieser Detailliertheit schlichtweg noch nicht gegeben hat.

    „Obwohl dies nur die ersten Bilder sind, können wir bereits interessante neue Phänomene sehen“, teilt Daniel Müller, ESA-Projektwissenschaftler für Solar Orbiter, mit. „Wir hatten nicht mit so großartigen Ergebnissen gleich zu Beginn gerechnet. Wir können auch sehen, wie sich unsere zehn wissenschaftlichen Instrumente ergänzen und ein ganzheitliches Bild von der Sonne und ihrer Umgebung liefern.“

    Der Solar Orbiter wird nicht nur Aufnahmen aus nächster Nähe liefern, er wird auch die erdabgewandte Seite im Blick haben. Zu seinen Aufgaben gehört die Erforschung von Solarwinden, der Sonnen-Corona und des Magnetfelds.

    • Die Sonne im sichtbaren Bild. Es sind keine Sonnenflecken zu sehen, da der Stern derzeit nur geringe magnetische Aktivitäten aufweisen soll.
      Die Sonne im sichtbaren Bild. Es sind keine Sonnenflecken zu sehen, da der Stern derzeit nur geringe magnetische Aktivitäten aufweisen soll.
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    • Nahaufnahme der Sonnenoberfläche im ultrakurzwelligen Bereich. Zu sehen sind Verwirbelungen, die die Forscher auch als „Lagerfeuer“ beschreiben.
      Nahaufnahme der Sonnenoberfläche im ultrakurzwelligen Bereich. Zu sehen sind Verwirbelungen, die die Forscher auch als „Lagerfeuer“ beschreiben.
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    • Hier ist die Strahlung der Sonne in einem bestimmten Ultraviolett-Ton zu sehen, der auf Wasserstoff zurückgeht, das Element, das den Haupt-Treibstoff für die Fusionsvorgänge im Mutterstern darstellt.
      Hier ist die Strahlung der Sonne in einem bestimmten Ultraviolett-Ton zu sehen, der auf Wasserstoff zurückgeht, das Element, das den Haupt-Treibstoff für die Fusionsvorgänge im Mutterstern darstellt.
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    • Die Sonne mit einem anderen Bord-Instrument aufgenommen, das das Magnetfeld des Sterns misst. Die Abbildung wird als „Magnetogramm“ bezeichnet, und eine stärkere magnetische Aktivitiät ist etwa rechts unten zu sehen.
      Die Sonne mit einem anderen Bord-Instrument aufgenommen, das das Magnetfeld des Sterns misst. Die Abbildung wird als „Magnetogramm“ bezeichnet, und eine stärkere magnetische Aktivitiät ist etwa rechts unten zu sehen.
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    • Sogenanntes „Tachogramm“ der Sonne, das ihre Rotation festhält. Der rote Bereich dreht sich weg, der blaue rückt an seinen Platz.
      Sogenanntes „Tachogramm“ der Sonne, das ihre Rotation festhält. Der rote Bereich dreht sich weg, der blaue rückt an seinen Platz.
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    • Dieses Bild der Sonnen-Corona gehört zu den ersten Schnappschüssen des Orbiters überhaupt vom 15. Mai. Die Aufzeichnung ist im sichtbaren Wellenbereich des Lichts erfolgt.
      Dieses Bild der Sonnen-Corona gehört zu den ersten Schnappschüssen des Orbiters überhaupt vom 15. Mai. Die Aufzeichnung ist im sichtbaren Wellenbereich des Lichts erfolgt.
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    • Ebenfalls eine Aufnahme der Sonnen-Corona, allerdings vom 21. Juni und diesmal im Ultraviolettbereich.
      Ebenfalls eine Aufnahme der Sonnen-Corona, allerdings vom 21. Juni und diesmal im Ultraviolettbereich.
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    • Aufnahme eines Sonnenwindes, zusammengesetzt aus Einzelaufnahmen von vier Detektoren
      Aufnahme eines Sonnenwindes, zusammengesetzt aus Einzelaufnahmen von vier Detektoren
      © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
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    © Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSL
    Die Sonne im sichtbaren Bild. Es sind keine Sonnenflecken zu sehen, da der Stern derzeit nur geringe magnetische Aktivitäten aufweisen soll.

    Bei dieser Weltraummission handelt es sich um eine Zusammenarbeit zwischen der ESA und der NASA. Gebaut wurde der Satellit vom Generalunternehmer Airbus Defence and Space in Großbritannien.

    Alle Bilder des Solar Orbiters finden sich hier.

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    Tags:
    Raumsonde, Weltraumforschung, Sonne, ESA