05:20 15 August 2020
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    Südkoreanische Epidemiologen haben herausgefunden, dass sich Menschen mit dem Coronavirus öfter bei ihren Familienangehörigen als außerhalb des eigenen Haushalts anstecken. Die Studie ist vom südkoreanischen Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention (KCDC) durchgeführt worden.

    Im Rahmen der Studie wurden die Daten von über 5.706 Corona-Patienten analysiert sowie die von über mehr als 59.000 Menschen, mit denen die Infizierten in Kontakt gestanden hatten.

    Die Ergebnisse zeigten, dass nur zwei von 100 Infizierten sich mit dem Virus durch Kontakte außerhalb des Haushalts angesteckt hatten, während einer von zehn durch seine Familienmitglieder infiziert worden war.

    Dabei war die höchste Infektionsrate in einem Haushalt bei den Teenagern und Menschen im Alter von 60 bis 70 Jahren zu beobachten.

    „Dies liegt wahrscheinlich daran, dass diese Altersgruppen öfter in engem Kontakt mit den restlichen Familienmitgliedern stehen, da diese Gruppen mehr Schutz oder Unterstützung benötigen“, sagte einer der Autoren der Studie.

    Die Forscher stellten auch fest, dass Kinder öfter als Erwachsene keine spezifischen Symptome der Krankheit aufgewiesen hatten, obwohl sie als infiziert galten.

    „Der Unterschied in der Altersgruppe hat keine große Bedeutung für die Ansteckung mit Coronavirus. Kinder könnten das Virus mit geringerer Wahrscheinlichkeit übertragen, aber unsere Daten reichen nicht aus, um diese Hypothese zu bestätigen“, hieß es in der Studie.

    Die Daten für die Untersuchung waren zwischen dem 20. Januar und dem 27. März gesammelt worden, als sich das neuartige Coronavirus exponentiell ausgebreitet hatte und die Zahl der Neuinfektionen in Südkorea ihren Höhepunkt erreicht hatte.

    Corona-Lage weltweit

    Das Virus Sars-CoV-2 wurde erstmals Ende Dezember in China entdeckt und breitete sich innerhalb von wenigen Monaten über den Globus aus. Das Epizentrum der neuartigen Krankheit war die Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei. Am 11. März stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der Infektion als Pandemie ein.

    Nach jüngsten Angaben der Johns Hopkins Universität sind weltweit bereits mehr als 14,7 Millionen Corona-Ansteckungsfälle registriert worden. In Südkorea zählt man momentan 13.816 Corona-Infizierte, wobei 296 Menschen davon gestorben sind.

    ac/mt

     

     

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    Tags:
    Kinder, Patienten, Ansteckung, Haushalt, Südkorea, Coronavirus, Studie