14:34 13 August 2020
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    Ein Krankenhaus in der französischen Stadt Lyon arbeitet an einem Atemprobe-Gerät, das Patienten in wenigen Sekunden auf Coronavirus testen lässt. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Berufung auf die Forscher.

    Bei der Probe bläst demnach ein Patient in ein Rohr. Im Unterschied zu den üblichen Polymerase-Kettenreaktion-Tests ist das Verfahren nicht invasiv und liefert ein sofortiges Ergebnis. Der Rechercheleiter beim Nationalen Forschungszentrum am La-Croix-Rousse-Krankenhaus, Christian George, verglich gegenüber Reuters den Verlauf des Tests mit einer traditionellen Atemprobe.

    „Der Apparat wird in der Ausatmungsluft Moleküle registrieren und dann Spuren der Krankheit feststellen“, zitiert Reuters George.

    Die Tests des Geräts gehen derzeit in die zweite Phase. In den vergangenen drei Monaten wurde der Apparat an Dutzenden Menschen erprobt. Bei rund 20 Probanden wurde das Virus nachgewiesen.

    Nach Angaben von Jean-Christophe Richard, dem Chef der Intensivstation des Krankenhauses, besteht das Ziel darin, dass der Apparat zum Jahresende voll einsatzfähig sei.

    „Wir haben nun einige wirksame Therapien, je schneller wir also diagnostizieren können, desto schneller können wir die Patienten behandeln.“

    Nach einer Einschätzung der unabhängigen Virologin Bruno Lina, die das Nationale Referenzzentrum zu Entero- und Parechoviren leitet, ist die Neuentwicklung zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sei das Gerät in diesem Stadium für eine weite Verbreitung an Krankenhäusern zu teuer.

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als 15,2 Millionen Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 624.370 Todesopfer registriert.

    mo/mt/rtr

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